Erneuter Blitz-Einbruch bei Juwelier in Kleve: Fünf Niederländer festgenommen
Blitz-Einbruch in Kleve: Fünf Niederländer festgenommen

In Kleve (Nordrhein-Westfalen) ist ein Juweliergeschäft an der Hagschen Straße erneut Ziel eines spektakulären Blitz-Einbruchs geworden – zum zweiten Mal innerhalb von nur sechs Monaten. In der Nacht zu Donnerstag um 3.18 Uhr rammten unbekannte Täter mit einem gestohlenen schwarzen Ford Kuga das Schaufenster des „Royal Juweliers“. Der Wagen durchbrach den Glaseingang und landete mitten im Verkaufsraum. Die Täter stürmten das Geschäft, erbeuteten Schmuck und flüchteten mit einem zweiten Fahrzeug, einem Renault Clio. Den Ford ließen sie im zerstörten Schaufenster zurück. Der gesamte Einbruch dauerte nur etwa zwei bis drei Minuten.

Polizei reagiert sofort – Spezialeinsatzkommando im Einsatz

Die Polizei leitete umgehend eine großangelegte Fahndung ein. Neben zahlreichen Einsatzkräften war auch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) beteiligt. Ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Stadtgebiet, um die Flüchtigen aus der Luft zu verfolgen. Polizeisprecher Stefan Sparberg erklärte gegenüber BILD: „Im Rahmen der Fahndung ergab sich ein Hinweis auf einen möglichen Aufenthaltsort der Tatverdächtigen im Stadtgebiet Kleve. Kurz darauf konnten wir vier Männer festnehmen. Nur wenige Minuten danach wurde ein fünfter Mann festgenommen, der zu Fuß auf der Flucht war.“ Bis 7.55 Uhr befanden sich alle fünf Tatverdächtigen in Polizeigewahrsam. Es handelt sich nach Polizeiangaben um niederländische Staatsangehörige. Die Ermittler konnten zudem zumindest einen Teil der Beute sicherstellen. Ob der komplette gestohlene Schmuck wiedergefunden wurde, ist noch unklar.

Mutiger Zeuge greift ein – Fluchtfahrzeug zwingt ihn zum Loslassen

Doch diesmal wurden die Räuber nicht nur von der Polizei überrascht. Ein 24-jähriger Bewohner des Hauses über dem Juwelier griff beherzt ein. Der Polizeisprecher bestätigte: „Ich kann bestätigen, dass der junge Mann mit einem Gegenstand auf einen der Tatverdächtigen losging und ihn auch erwischt hat. Den genauen Ablauf versuchen wir gerade zu rekonstruieren.“ Nach Informationen von BILD musste der Zeuge den Tatverdächtigen jedoch wieder loslassen, als das Fluchtfahrzeug auf ihn zuraste. Der Verdächtige sprang in den Wagen, der mit hoher Geschwindigkeit davonfuhr. Der fünfte Tatverdächtige, der zunächst fliehen konnte, wurde am Donnerstagmorgen um kurz vor acht Uhr gestellt – er war zu Fuß auf der Flucht.

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Bereits der zweite Rammbock-Einbruch beim selben Juwelier

Es ist bereits der zweite Einbruch dieser Art in dasselbe Geschäft innerhalb von sechs Monaten. Am 30. Dezember war ein schwarzer Volvo V40, der in den Niederlanden als gestohlen gemeldet worden war, in das Schaufenster gerast. Mehrere Täter drangen ein, brachen Vitrinen auf und stahlen Schmuck in bislang unbekannter Höhe. Anschließend flüchteten sie mit einem dunklen Tesla mit niederländischen Kennzeichen in Richtung Lindenallee. Damals gelang ihnen die Flucht. Besonders bitter für den Geschäftsinhaber: Die Reparaturarbeiten nach dem ersten Blitz-Einbruch waren erst vor wenigen Wochen abgeschlossen worden. Ob beide Taten miteinander in Verbindung stehen, wird nun von den Ermittlern geprüft.

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