Bei einem Cyberangriff auf den IT-Dienstleister Lecos in Leipzig haben unbekannte Täter dienstliche Daten der städtischen Kulturbetriebe, der Stadtreinigung und der Jugendhilfe erbeutet. Die Stadt Leipzig teilte am Montag mit, dass der Angriff am vergangenen Donnerstag durch Sicherheitsexperten erkannt und gestoppt worden sei. Es seien keine IT-Systeme ausgefallen.
Betroffene Einrichtungen und gestohlene Daten
Betroffen von dem Angriff sind unter anderem das Gewandhaus, die Oper, das Schauspiel und die städtische Musikschule. Nach Angaben der Stadt flossen dienstliche Kontakt- und technische Verzeichnisdaten ab. Nicht betroffen seien hingegen Daten von Bürgerinnen und Bürgern oder private Kontaktdaten von Beschäftigten. Die Untersuchung des Vorfalls dauert an; dazu wurde ein externer IT-Sicherheitsdienstleister hinzugezogen. Die zuständigen Landes- und Bundesbehörden sowie das Landeskriminalamt wurden informiert.
Keine Auswirkungen auf IT-Systeme
Der Angriff zielte auf den IT-Dienstleister Lecos, der für die Stadt Leipzig tätig ist. Trotz des erfolgreichen Datendiebstahls konnten die Sicherheitsexperten den Angriff stoppen, bevor es zu Systemausfällen kam. Die Stadt betont, dass die IT-Systeme der betroffenen Einrichtungen weiterhin störungsfrei laufen. Die genauen Umstände des Angriffs und das Ausmaß des Datenabflusses werden derzeit von einem externen Sicherheitsdienstleister untersucht.



