Elterngeld: Ministerium weist Berichte über hälftige Aufteilung zurück
Elterngeld: Ministerium weist hälftige Aufteilung zurück

Das Bundesfamilienministerium hat Berichte zurückgewiesen, wonach das Elterngeld künftig nur dann in voller Höhe von 14 Monaten gezahlt werden soll, wenn die Eltern die Monate hälftig aufteilen. Eine Sprecherin des Ministeriums erklärte, solche Meldungen seien „reine Spekulation und entbehren jeder Grundlage“. Ziel sei es, das Elterngeld als „attraktive Familienleistung“ zu erhalten.

Hintergrund: Spardruck und Koalitionsverhandlungen

Hintergrund der Diskussion ist der Spardruck im Bundeshaushalt. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte vom Familienministerium Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Euro verlangt, um zur Haushaltskonsolidierung beizutragen. Die „Weiterentwicklung des Elterngeldes im Sinne des Koalitionsvertrages bei gleichzeitigem Spardruck“ sei derzeit Gegenstand von Abstimmungen innerhalb der Regierung, so die Sprecherin weiter.

Bisherige Regelung: Vätermonate als Voraussetzung

Derzeit gilt: Um 14 Monate Elterngeld zu erhalten, muss jeder Elternteil mindestens zwei Monate Elternzeit nehmen. Diese zwei Monate werden oft als „Vätermonate“ bezeichnet, da in der Regel die Väter diese kurze Zeit in Anspruch nehmen. Die restlichen zehn Monate können die Eltern untereinander aufteilen. Allerdings nehmen nur wenige Männer mehr als zwei Monate Elternzeit.

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Spekulationen über gleichmäßige Aufteilung

Zuvor war in Medien berichtet worden, dass Paare künftig nur dann 14 Monate Elterngeld beziehen könnten, wenn die Partner die Elternzeit gleichmäßig aufteilen – also sieben Monate pro Elternteil. Hintergrund sei die Annahme, dass viele Väter nicht so lange aus dem Beruf aussteigen wollten, und man so Geld sparen könne. Diese Darstellung wies das Ministerium nun entschieden zurück.

Ministerium betont Attraktivität der Leistung

Die Sprecherin betonte: „Ziel ist, dass das Elterngeld auch weiterhin eine attraktive Familienleistung ist.“ Die genaue Ausgestaltung der Weiterentwicklung werde noch innerhalb der Bundesregierung abgestimmt. Details nannte sie nicht. Familienministerin Karin Prien (CDU) hatte sich bereits früher für eine Beibehaltung der bisherigen Regelung ausgesprochen.

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