Die Bundesregierung spricht von notwendigen Reformen des Sozialstaats, doch ihre Sparpläne treffen vor allem Frauen. In der aktuellen Folge von „Mikas Matrix“ mit dem Titel „Sparschweine der Republik“ wird kritisiert, dass die Politik blind für die Lebensrealität von Frauen sei. Die Maßnahmen seien nicht nur sozial ungerecht, sondern regelrecht frauenfeindlich.
Elterngeld und Unterhaltsvorschuss: Frauen zahlen die Zeche
Besonders deutlich wird dies beim Elterngeld und beim Unterhaltsvorschuss. Die Moderatorin fragt: „Weshalb werden Mütter bestraft, wenn Väter keine Verantwortung übernehmen? Warum wird ausgerechnet bei Alleinerziehenden gekürzt, die ohnehin zu den Ärmsten der Gesellschaft gehören?“ Die Sparpolitik treffe diejenigen, die weniger verdienen, häufiger in Teilzeit arbeiten und später von kleinen Renten leben müssen – also überwiegend Frauen.
Als Gast ist Franziska Brantner eingeladen, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Volkswirtin und ehemalige Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium. Sie war Teil der Ampel-Regierung und kennt die internen Abläufe. Laut Brantner schert sich die Politik wenig um die Belange von Frauen. Sie erklärt, warum kein weiblicher Massenprotest zu erwarten sei und ob die Geduld der Frauen bald erschöpft ist.
Weitere Inhalte der Folge: Kanada, Mansplainer und Kolumne
Neben dem Hauptthema bietet die Folge weitere Rubriken: eine Geschichte aus Kanada über indigene Frauen, den „Einwurf des Mansplainers“, die gute Nachricht sowie Silke Burmesters Kolumne „Sexistische Kackscheiße“. Die Kolumnistin ist Gründerin von Palais Fluxx, einem Onlinemagazin für Rausch, Revolte und Wechseljahre, das sich für ein zeitgemäßes Altersbild von Frauen einsetzt.
In der Kanada-Geschichte berichtet Annika Bremicker von einem Kollektiv, das indigene Frauen vor Gewalt und Verschwinden schützen will. Die gute Nachricht verweist auf den Václav-Havel-Preis für Menschenrechte, den der Europarat vergibt.
Hintergrund: Frauen in deutschen Medien unterrepräsentiert
Die Folge wirbt zudem für das digitale Magazin „Deine Korrespondentin“, das sich zum Ziel gesetzt hat, Frauen weltweit sichtbar zu machen. Hintergrund: In deutschen Medien wird viermal mehr über Männer berichtet als über Frauen. Das Magazin bietet über 450 kostenfreie Artikel über starke Frauen und Fraueninitiativen.
Die Episode endet mit einem Aufruf zur Diskussion: „Wollen wir das einfach hinnehmen? Oder ist das eine Kampfansage? Wann ist endlich Schluss mit unserer Geduld?“



