Hamburger Linke fordert Verbot von Smart Glasses in Schwimmbädern
Linke fordert Smart-Glasses-Verbot in Schwimmbädern

Die Hamburger Linke fordert ein Verbot von sogenannten Smart Glasses in Schwimmbädern. Die mit Kamera und Mikrofon ausgestatteten Brillen unterscheiden sich optisch kaum von gewöhnlichen Brillen und stellten eine Gefahr für die Privatsphäre dar, teilte die Linksfraktion mit.

Unbemerkte Aufnahmen in sensiblen Bereichen

„Niemand darf beim Schwimmen, Duschen oder Umziehen unfreiwillig den Content für soziale Netzwerke liefern“, sagte die datenschutzpolitische Sprecherin der Fraktion, Marie Kleinert. „Wer Kameras unbemerkt am Körper trägt, hat in diesen sensiblen Bereichen nichts verloren.“ In dem Antrag für die Bürgerschaft wird der Senat aufgefordert, diese Schutzlücke zu schließen.

Vorbild Potsdam: Hausordnung als Regelungsinstrument

Fotos und Videos lassen sich mit den Brillen vergleichsweise unauffällig aufnehmen. In Potsdamer Bädern sollen Smart Glasses deshalb künftig ausdrücklich per Haus- und Badeordnung verboten werden. Dort reagiert man auf die Gefahr, dass Aufnahmen unbemerkt entstehen und in sozialen Medien veröffentlicht werden könnten.

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Gefahr durch Communities im Netz

In sozialen Netzwerken und Online-Foren haben sich nach Recherchen des SWR inzwischen regelrechte Gemeinschaften von Smart-Glasses-Nutzern gebildet, die sich gegenseitig Tipps geben, wie sich etwa Frauen unbemerkt beim Sex filmen lassen. Die Hamburger Linke sieht dringenden Handlungsbedarf, um die Privatsphäre der Badegäste zu schützen.

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