Projekt nach zwei Jahren Verhandlungen gescheitert
Der Verein Eins von Vielen zieht seinen prämierten Entwurf für ein geplantes Wohnprojekt in der Brückenstraße 20 in Berlin-Schöneweide zurück. In einer Pressemitteilung erklärte die Initiative, dass sie nach zwei Jahre andauernden Verhandlungen mit der Berliner Immobilien-Management GmbH (BIM) und der Investitionsbank Berlin (IBB) keine Chance mehr sehe, ihre Planungen für bezahlbaren, selbstverwalteten und gemeinwohlorientierten Wohnraum zu realisieren.
Schwere Vorwürfe gegen BIM und IBB
Die Initiative erhebt schwere Vorwürfe gegen die öffentlichen Partner. „Trotz mehrfacher Zusagen und positiver Signale wurden wir immer wieder hingehalten. Die BIM und die IBB haben es versäumt, verbindliche Zusagen zu machen und den Prozess zügig voranzutreiben“, so ein Sprecher des Vereins. Das Projekt war zuvor mit einem Preis ausgezeichnet worden und galt als Vorzeigebeispiel für sozialen Wohnungsbau.
Geplante Angebote und Engagement
Das Haus in der Brückenstraße sollte bezahlbare Wohnungen sowie soziale Angebote umfassen. Geplant waren unter anderem Gemeinschaftsräume, ein Café und Beratungsangebote für den Kiez. Die Initiative hatte viel ehrenamtliches Engagement in die Planung gesteckt und hoffte auf eine schnelle Umsetzung.
Auswirkungen auf den Stadtteil
Das Scheitern des Projekts ist ein herber Schlag für den Berliner Südosten. Schöneweide leidet unter steigenden Mieten und einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum. „Dieses Projekt hätte ein wichtiges Zeichen gesetzt. Jetzt müssen wir uns etwas Neues einfallen lassen“, kommentierte ein Bezirkspolitiker. Die Initiative kündigte an, sich weiterhin für sozialen Wohnungsbau einzusetzen, aber zunächst eine Pause einzulegen.



