In Berlin-Reinickendorf sorgt die geplante Fällung von 116 Bäumen in der Ollenhauerstraße weiterhin für Widerstand. Die Bürgerinitiative um Thomas Rost gibt nicht auf, obwohl die Modernisierung der Straße bereits beschlossen ist. Das Projekt kostet mehr als 14 Millionen Euro.
Hintergrund des Projekts
Die Ollenhauerstraße, eine wichtige Verkehrsachse im Bezirk, soll umgestaltet werden. Geplant sind unter anderem breitere Gehwege, neue Fahrradwege und eine verbesserte Beleuchtung. Dafür müssen jedoch 116 Bäume weichen, was bei Anwohnern und Umweltschützern auf Kritik stößt.
Thomas Rost, Sprecher der Bürgerinitiative, sagte: „Wir fordern eine Überarbeitung der Pläne, um möglichst viele Bäume zu erhalten. Es kann nicht sein, dass für eine vermeintliche Modernisierung so viele alte Bäume geopfert werden.“
Proteste und Forderungen
Die Initiative hat bereits mehrere Aktionen organisiert, darunter Mahnwachen und Unterschriftensammlungen. Sie fordert eine transparente Kommunikation seitens des Bezirksamts und eine unabhängige Prüfung der Notwendigkeit der Fällungen. Bisher gab es jedoch keine Zugeständnisse.
Ein Sprecher des Bezirksamts Reinickendorf erklärte: „Die Modernisierung ist notwendig, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den Radverkehr zu fördern. Ein Teil der Bäume ist krank oder steht im Konflikt mit der neuen Infrastruktur.“
Auswirkungen auf Anwohner und Umwelt
Die geplanten Fällungen betreffen vor allem ältere Bäume, die das Straßenbild prägen. Anwohner befürchten eine Verschlechterung des Mikroklimas und einen Verlust an Lebensqualität. Die Initiative schätzt, dass der Erhalt der Bäume langfristig kostengünstiger wäre als die geplanten Neupflanzungen.
Laut Bezirksamt sind jedoch Ersatzpflanzungen in der Umgebung vorgesehen. Kritiker bezweifeln, dass diese den Verlust ausgleichen können. Die Diskussion um die Ollenhauerstraße steht exemplarisch für den Konflikt zwischen Verkehrsplanung und Umweltschutz in Berlin.



