Der Brand im Müritz-Nationalpark hat konkrete Auswirkungen auf Wassersportler. Ingo Hecht, Betreiber einer Kanuvermietung in Kratzeburg, berichtet von Schwierigkeiten, Ausflügler mit ihren Booten zurückzuholen. Bestimmte Wasserwege seien gesperrt, auch an Land gebe es gesperrte Wege, über die Kunden normalerweise nach Touren zurückgeführt würden.
Kunden ohne Nachricht unterwegs
Einige Kunden seien bereits mehrere Tage unterwegs, hätten ihre Handys ausgeschaltet und vom Brand möglicherweise nichts mitbekommen. Hecht erklärte der Deutschen Presse-Agentur: „Man schaut nun, wie man sie wieder zurückholt.“ Sein Verleih fahre ein „Sparprogramm“. Die Hälfte der Belegschaft helfe bei der Brandbekämpfung, etwa als Teil der Freiwilligen Feuerwehr. Aktuell könnten Kunden nur eine deutlich kleinere Strecke paddeln, die Nachfrage sei geringer als sonst. Es sei das erste Mal, dass ein Brand den Kanuverleih derartig einschränke.
Tourismusverband: Nur kleiner Teil betroffen
Andernorts an der Seenplatte wirkt sich das Feuer nicht aus. Eine Sprecherin des Tourismusverbands Mecklenburgische Seenplatte betonte: „Der östliche Teil des Nationalparks ist nicht betroffen. Es gibt auch die anderen Gebiete südlich davon, wo weiterhin uneingeschränkt touristische Aktivitäten stattfinden können.“ In Mirow etwa bekomme man nichts vom Feuer mit. Generell sei nur ein kleiner Teil des Nationalparks betroffen.
Berlin-Kopenhagen-Radweg umgeleitet
Einschränkungen gibt es für den Radfernweg Berlin-Kopenhagen. Dieser sei aktuell nicht durch den Nationalpark befahrbar. Es gebe aber eine Ausweichstrecke: „Der Berlin-Kopenhagen-Radweg führt jetzt auf einer anderen Route von Neustrelitz nach Waren“, so die Sprecherin.



