Auf dem Areal des ehemaligen Truppenübungsplatzes Jüterbog-West ist am Montag ein Feuer mit größerer Rauchentwicklung ausgebrochen. Wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte, wird der Brand mit einer Fläche von 2,4 Hektar im Bereich „Altes Lager“ derzeit von 30 Einsatzkräften bekämpft. Das entspricht etwa einer Größe von mehr als drei Fußballfeldern. „Für Menschen bestehe keine Gefahr“, sagte der Sprecher.
Zwölf Fahrzeuge im Einsatz
Zwölf Fahrzeuge der Feuerwehr werden zur Brandbekämpfung eingesetzt. Für die Liegenschaft sei die Brandfläche bislang „nicht außergewöhnlich groß“, so der Sprecher. Das Feuer gehe langsam voran, was mit der „relativ guten Infrastruktur“ des Geländes zusammenhänge, die sich durch befahrbare Wege für die Feuerwehr und vegetationsarme Waldbrandstreifen auszeichne. Momentan sei die Situation „relativ entspannt“, jedoch müsse jederzeit darauf geachtet werden, dass sich das Feuer nicht stark ausbreitet.
Warnung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnte die Menschen in der Region vor Rauchentwicklung durch den Waldbrand am ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog West. „Schließen Sie Fenster und Türen und schalten Sie Lüftungen und Klimaanlagen ab“, hieß es in der Warnmeldung. „Ermöglichen Sie den Rettungskräften ungehinderten Zugang zum Einsatzgebiet!“ Wegen der Trockenheit galt fast in ganz Brandenburg die zweithöchste Gefahrenstufe für Waldbrände.
Wiederkehrende Brände auf dem Gelände
Auf dem ehemaligen Truppenübungsgelände kommt es immer wieder zu Waldbränden: Im Jahr 2023 brannte es bei Jüterbog auf rund 700 Hektar. Die Stadt im Landkreis Teltow-Fläming liegt südlich von Berlin und unweit der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Die Brandbekämpfung wird erschwert, weil das Gelände mit Munition belastet ist. Die Feuerwehr versuchte, mit sogenannten Waldbrandriegeln die Ausbreitung zu hemmen.
Bei Jüterbog gab es auch den ersten großen Waldbrand dieses Jahres. Mindestens 152 Hektar waren im Mai davon betroffen, das entspricht einer Größe von etwa 215 Fußballfeldern. (Tsp/dpa)



