Der Holzeinschlag in Brandenburg ist im Jahr 2024 leicht gesunken, bleibt aber von Klimaschäden geprägt. Nach vorläufigen Zahlen des Landesbetriebs Forst Brandenburg wurden insgesamt 3,1 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen, ein Rückgang um rund 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil von Schadholz lag bei etwa 60 Prozent.
Seit 2018 steigt der Anteil von Schadholz am Gesamteinschlag kontinuierlich an. Hauptursache ist der Befall durch Insekten, insbesondere den Borkenkäfer, der auf geschwächten Nadelbäumen gedeiht. Die anhaltende Trockenheit schwächt die Bäume, sodass sie weniger Abwehrstoffe wie Harz produzieren können, während hohe Temperaturen die Vermehrung der Schädlinge begünstigen.
Weitere Schadensursachen sind direkte Trockenheitsschäden sowie in geringerem Maße Wind, Sturm, Schnee und Frost. Die Wälder in Brandenburg leiden unter den Folgen des Klimawandels, was sich in der hohen Schadholzquote widerspiegelt.
Der leichte Rückgang des Gesamteinschlags deutet auf eine Stabilisierung hin, doch die anhaltenden Klimaextreme bleiben eine Herausforderung für die Forstwirtschaft. Die Behörden beobachten die Entwicklung genau und empfehlen weiterhin Maßnahmen zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel.



