Ein massiver Flächenbrand im Cairngorms-Nationalpark in den schottischen Highlands hat eine Feuerfront von 3,5 Kilometern Länge verursacht. Die Behörden ordneten Evakuierungen von Häusern, Campingplätzen und weiteren Einrichtungen in der Umgebung an. Das Feuer brach am Mittwochmorgen nahe der Ortschaft Nethy Bridge, südöstlich von Inverness, aus und wütete unvermindert die gesamte Nacht hindurch. Touristen wurden aufgefordert, das betroffene Gebiet zu meiden. Bislang gibt es keine Berichte über Verletzte oder Tote.
Lage im Nationalpark bleibt angespannt
Der Brand erstreckt sich über die typische Heidelandschaft des Cairngorms-Nationalparks, einem der größten Nationalparks Großbritanniens. Die Einsatzkräfte des Scottish Fire and Rescue Service kämpfen seit Stunden gegen die Flammen, unterstützt durch Löschflugzeuge. Die Trockenheit und die anhaltende Hitzeperiode in Schottland begünstigen die Ausbreitung des Feuers. Die Brandgefahr in den zentralen Highlands sowie im Süden und Osten Schottlands wird von den Behörden als „sehr hoch“ eingestuft.
Rekordzahlen bei Waldbränden in Schottland
Wildfeuer sind in Schottland keine Seltenheit, doch die Zahl der Brände nimmt zu. Laut der BBC wurde im vergangenen Jahr mit 239 Wald- und Flächenbränden ein Rekordwert verzeichnet. Der aktuelle Brand im Cairngorms-Nationalpark reiht sich in diese besorgniserregende Entwicklung ein. Die Ursache des Feuers ist noch unklar, die Ermittlungen laufen.
Anwohner und Urlauber zeigen sich betroffen. „Es ist erschreckend, wie schnell sich das Feuer ausgebreitet hat. Der Himmel war tagelang voller Rauch“, zitiert die Nachrichtenagentur PA einen Anwohner. Die Behörden bitten die Bevölkerung, die Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen und das Gebiet weiträumig zu umfahren.



