In Charlottenburg-Wilmersdorf bleibt die Zukunft der letzten Kastanien am Spreebord ungewiss. Nachdem Anfang Juli drei gesunde Bäume im Umfeld der Großbaustelle des Heizkraftwerks Charlottenburg gefällt wurden, wird nun über das Schicksal von sieben weiteren gefährdeten Bäumen debattiert. Der Ausgang dieser Prüfung ist noch offen.
Hintergrund der Fällungen
Die drei bereits gefällten Kastanien standen auf einem Grundstück, das für den Bau des neuen Heizkraftwerks benötigt wird. Laut dem zuständigen Bauunternehmen waren die Bäume nicht zu retten, da sie die Bauarbeiten behinderten. Umweltschützer und Anwohner kritisierten die Fällung jedoch scharf, da die Bäume gesund waren und eine wichtige Grünfläche darstellten.
Aktuelle Prüfung der restlichen Bäume
Nun wird geprüft, ob die verbleibenden sieben Kastanien erhalten werden können. Die Entscheidung ist komplex, da die Bäume teilweise in unmittelbarer Nähe zu den Bauarbeiten stehen. Ein Sprecher des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf erklärte: „Wir prüfen jeden Baum einzeln und wägen die Notwendigkeit der Fällung gegen den Erhalt der Grünsubstanz ab.“ Die Prüfung umfasst unter anderem den Gesundheitszustand der Bäume sowie die statischen Anforderungen der Baugrube.
Reaktionen und Ausblick
Die Bürgerinitiative „Rettet die Kastanien“ hat eine Petition gestartet, die bereits über 2.000 Unterschriften gesammelt hat. „Wir fordern, dass alle Bäume erhalten bleiben. Die Stadt muss Alternativen finden, um die Bauarbeiten ohne Baumfällungen durchzuführen“, sagte eine Sprecherin der Initiative. Das Bezirksamt betont jedoch, dass die Sicherheit auf der Baustelle oberste Priorität habe. Eine endgültige Entscheidung wird in den kommenden Wochen erwartet.



