Die Pläne für das neue Schwimmbad in Berlin-Hellersdorf nehmen konkrete Formen an. Wie die Senatsinnenverwaltung und die Berliner Bäder-Betriebe mitteilten, sind für das Projekt am Kienberg Gesamtkosten von rund 35 Millionen Euro veranschlagt. Davon entfallen 25 Millionen Euro auf ein Funktionsbad und etwa 10 Millionen Euro auf ein Außenbecken. Finanziert wird das Vorhaben aus Landesmitteln des Landes Berlin sowie aus dem Sondervermögen des Bundes.
Finanzierung gesichert: 35,4 Millionen Euro im Hauptausschuss
Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) erklärte: „Im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses konnten wir 35,4 Millionen Euro für dieses Vorhaben sichern. Damit können wir eine Schwimmhalle mit Außenbecken und allem, was dazugehört, vorantreiben.“ Die Summe ist damit etwas höher als die ursprünglich genannten 35 Millionen Euro. Geplant ist die Anlage am Jelena-Šantić-Friedenspark, wo ein Hallenbad mit einem Sportbecken und einem Lehrschwimmbecken sowie das Außenbecken „samt freiförmiger Poollandschaft“ entstehen sollen.
Machbarkeitsstudie bis August 2026
Derzeit stellen die Senatsverwaltung, das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und die Bäder-Betriebe im Bezirksinformationszentrum am Kienberg einen Zwischenstand der Planungen vor. Bis Ende August 2026 sollen die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vorliegen, die von den Berliner Bäderbetrieben in Auftrag gegeben wurde. Diese Studie wird die Grundlage für die weiteren Schritte bilden.
Zeitplan: Baubeginn frühestens 2028, Eröffnung 2029/2030
Nach früheren Planungen war der Baubeginn für 2027 und die Eröffnung für 2028 vorgesehen. Inzwischen haben sich die Zeitpläne jedoch verschoben. Die Bäder-Betriebe gehen nun davon aus, dass die Ausschreibung für den Bau im Jahr 2027 veröffentlicht wird. Der Baubeginn wäre dann Anfang 2028, die Eröffnung ist für Ende 2029 oder Anfang 2030 geplant. Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf verfügt seit Jahrzehnten über kein Freibad mehr. Das neue Bad soll diese Lücke schließen.
Wechselvolle Planungsgeschichte
Ursprünglich war für das Gelände am Kienberg ein Kombibad aus Außen- und Innenbereich vorgesehen. Später wurden die Pläne auf eine reine Halle ohne Außenbereich reduziert, bevor man schließlich wieder zur Kombination aus beiden Varianten zurückkehrte. Mit der nun gesicherten Finanzierung und dem konkreten Zeitplan scheint das Projekt endlich Fahrt aufzunehmen. Die Berliner Bäder-Betriebe und die Senatsverwaltung sehen dem Bau mit Optimismus entgegen. Senatorin Spranger betonte, dass das Bad nicht nur die Schwimmversorgung im Bezirk verbessern, sondern auch einen Beitrag zur Naherholung leisten werde.



