Fünf Jahre nach der verheerenden Ahrtalflut zeigt eine neue Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH): Jeder vierte Landkreis in Deutschland hat ein hohes Risiko für schwere Hochwasser. Insgesamt 98 der 294 Landkreise weisen einen hohen Hochwasser-Risikograd auf, während 184 Kreise ein mäßiges Risiko tragen. Der Ortenaukreis in Baden-Württemberg wäre von einem Jahrhunderthochwasser potenziell am stärksten betroffen.
Hochwasser-Risikograd: Methode und Ergebnisse
Der Hochwasser-Risikograd der DUH basiert auf der Fläche, die bei einem Jahrhunderthochwasser potenziell von Schäden betroffen wäre, sowie auf der Anzahl der aktuell in diesen Gebieten gefährdeten Adressen. Die Umwelthilfe betont, dass technische Schutzmaßnahmen zwar spürbare Effekte haben, sich jedoch an bisher vorgekommenen Pegelständen orientieren – ein zunehmendes Problem angesichts der Klimakrise.
Besonders hohe Risiken sieht die DUH in bebauten Flussauen sowie entlang großer, dicht besiedelter Flussläufe wie am Ober- und Niederrhein, der Donau und der Elbe. „Unsere Landschaft gegen die Folgen der Klimakrise zu wappnen, ist eine langfristige Aufgabe und kann nur gemeinsam bewältigt werden“, erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner.
Forderungen nach mehr Hochwasserschutz
Die DUH fordert dringend einen flächendeckenden Hochwasserschutz. „Wir brauchen dringend flächendeckenden Hochwasserschutz – davon können Menschenleben abhängen“, so Müller-Kraenner. Er verlangte zudem eine Wiederaufnahme der seit 2024 angekündigten Novelle des Hochwasserschutzgesetzes. „Es ist ein riesiges Problem, dass in Überschwemmungsgebieten immer noch gebaut werden darf“, ergänzte Sabrina Schulz von der DUH. Nötig seien mehr Raum für Flüsse außerhalb der Ortschaften und eine konsequente Durchsetzung des Bauverbots in Überschwemmungsgebieten.
Regionale Nachrichten im Überblick
Neben der Hochwasserstudie berichten die regionalen Nachrichten von einem Kind, das in Bayern auf einem Spielplatz stecken blieb und von der Feuerwehr befreit wurde. In Rheinland-Pfalz und im Saarland zog ein Radfahrer nach einem Streit um einen Hund eine Pistole und verschwand. In Berlin und Brandenburg stahlen Maskierte einen Geldautomaten aus einem Spätkauf. Thüringen führte neue Dienstausweise für Polizeibeamte ein. In Berlin und Brandenburg landen am häufigsten Karpfen auf den Tellern. Mecklenburg-Vorpommern erhält ein neues KI-Forschungszentrum und eine Professur in Greifswald. Nordrhein-Westfalen mahnt, Hitzewarnungen so ernst zu nehmen wie Unwetter. Die Integrationsministerin Löhrmann warnt: „Judenhass darf nicht zur Normalität werden.“ In Potsdam gab es einen Angriff auf einen Spätkauf. Die Feuerwehr in Baden-Württemberg rettete ein Baby aus einem aufgeheizten Auto. In Thüringen wurden bisher mehr Borreliose-Fälle gemeldet als 2025. Ein neuer Tunnel soll den U-Bahn-Betrieb in Berlin stabiler machen. Hitze sorgt in Sachsen für gestresste Fische in Gewässern. In Niedersachsen und Bremen steht ein Polizist wegen tödlicher Schüsse auf Lorenz vor Gericht. Ein Autofahrer überrollte in Baden-Württemberg zwei Menschen und floh. In Rheinland-Pfalz und im Saarland attackierte eine Gruppe einen Mann mit einem Messer. Die Internetseite des Verkehrsunternehmens Nah SH in Hamburg und Schleswig-Holstein wurde lahmgelegt. Ein 51-Jähriger schwebt nach einem Radunfall in Bayern in Lebensgefahr. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig kritisiert Änderungspläne für den Unterhaltsvorschuss. Hessen gibt Verhaltenstipps für den Fall eines Waldbrands.



