Der Naturschutzbund (Nabu) in Niedersachsen macht auf die zunehmenden Belastungen für Europäische Eichhörnchen durch Hitze und Trockenheit aufmerksam. In den vergangenen Wochen haben hohe Temperaturen, ausbleibende Niederschläge und vereinzelte Unwetter die Region geprägt. Diese Wetterextreme setzen nicht nur Menschen, sondern auch Wildtieren zu. Insbesondere Eichhörnchen, die eigentlich als anpassungsfähig gelten, geraten zunehmend unter Druck.
Lebensraumverlust verschärft die Situation
Hauptursache für die Probleme der Eichhörnchen ist der Verlust von Lebensräumen. Grünflächen und alte Bäume, die als Rückzugsorte dienen und Schatten spenden, werden durch Landwirtschaft und Siedlungsbau immer knapper. Während Hitzeperioden fehlen diese schattigen Rückzugsmöglichkeiten besonders schmerzlich. In den letzten Tagen häuften sich laut Nabu die Meldungen über orientierungslose oder hilfsbedürftige Eichhörnchen, die offenbar unter der extremen Witterung leiden.
Art gilt noch nicht als gefährdet
Obwohl das Europäische Eichhörnchen derzeit nicht als gefährdet eingestuft ist, warnt der Nabu vor trügerischer Sicherheit. „Auch vermeintlich häufige und anpassungsfähige Arten können innerhalb kurzer Zeit stark unter Druck geraten“, betont ein Nabu-Sprecher. Die aktuelle Hitzeperiode zeige, wie schnell sich die Situation für die Tiere verschlechtern könne. Der Nabu appelliert daher an die Bevölkerung, durch einfache Maßnahmen zur Unterstützung beizutragen.
Hilfe für Eichhörnchen im eigenen Garten
Wer Eichhörnchen helfen möchte, kann im Garten an schattigen Plätzen kleine Wasserstellen aufstellen. Diese sollten regelmäßig gereinigt und mit frischem Wasser befüllt werden. Davon profitieren auch Vögel und Insekten. Zusätzlich können Nüsse und Obst als Futter ausgelegt werden. Langfristig hilft es, samenreiche Sträucher und Büsche zu pflanzen, die als natürliche Nahrungsquelle dienen, sowie gezielt Schattenplätze zu schaffen. Gärten und Parks sind inzwischen zu wichtigen Lebensräumen für Eichhörnchen geworden, erklärt der Nabu.



