Ab Dienstag breitet sich mit dem Hochdruckgebiet »Olaf« heiße Luft über Deutschland aus. Die Temperaturen klettern bis Donnerstag auf über 35 Grad, in Ballungszentren drohen tropische Nächte. Jacqueline Kernn vom Deutschen Wetterdienst (DWD) mahnt: Die Nacht zum Dienstag sei noch »angenehm kühl« und lade zum Durchlüften ein.
Hitzewelle ab Dienstag
Am Dienstag liegen die Temperaturen im Norden zwischen 21 und 26 Grad, im Rest des Landes zwischen 26 und 31 Grad bei viel Sonnenschein. Am Oberrhein sind sogar bis zu 33 Grad möglich. »Bereits am Mittwoch ist es verbreitet heiß. Höchstwerte unter 30 Grad gibt es nur noch unmittelbar an den Küsten«, prognostiziert Kernn. Laut Vorhersage steigen die Temperaturen am Mittwoch auf 30 bis 35 Grad, am Rhein auf bis zu 37 Grad. In der Nacht zu Donnerstag kühlt es sich in Ballungszentren nur auf etwa 22 Grad ab, andernorts auf 20 bis 16 Grad.
Tropische Nächte erwartet
Am Donnerstag seien in weiten Teilen Deutschlands Höchstwerte von mehr als 35 Grad wahrscheinlich, so Kernn. Die Nächte kühlen dann nur noch auf Werte zwischen 23 und 17 Grad ab. Wenn die Temperatur zwischen 18 Uhr abends und 6 Uhr morgens nicht unter 20 Grad fällt, sprechen Meteorologen von einer tropischen Nacht. Dies könnte vor allem in den Großstädten der Fall sein.
Hitze auch im Süden Europas
Der Süden Europas leidet bereits seit Längerem unter extremer Hitze. In Frankreich wüten Waldbrände, die sich gefährlich nähern. Der französische Innenminister Laurent Nuñez gab bei einer Lagebesprechung des Krisenstabs bekannt, die Flammen seien nur noch »30 Kilometer von Bordeaux entfernt«. Die Behörden sprechen von einem Feuer »beispiellosen Ausmaßes« und erwägen Evakuierungen. Mehr als 1200 Feuerwehrleute sind im Einsatz. In Spanien ist die Lage ebenfalls ernst: In der Region Valencia kam nach Angaben der Stadtverwaltung von Manises eine Person in den Flammen um. Die Rauchwolken der Brände um Madrid haben sich mit denen aus Bordeaux verbunden, wie der spanische Wetterdienst Aemet auf Satellitenbildern feststellte.
Der DWD rät, während der Hitzewelle viel zu trinken, direkte Sonne zu meiden und Wohnungen in den kühlen Nachtstunden zu lüften. Die kommenden Tage werden in Deutschland eine erneute Belastungsprobe für Mensch und Umwelt.



