Nach dem tödlichen Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) haben sich zahlreiche prominente Persönlichkeiten entsetzt geäußert, aber auch kämpferisch gezeigt. Ein Van war am Samstagabend in eine Menschenmenge gefahren, wobei eine Frau getötet und 16 weitere Menschen verletzt wurden. Die Veranstaltung wurde daraufhin abgebrochen.
Sarah Connor: „Ekelhaft und sinnlos“
Sängerin Sarah Connor, die auf der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor aufgetreten war, drückte den Betroffenen ihr Beileid aus. „Ekelhaft und sinnlos diese Tat!“, schrieb sie auf Instagram. Dennoch betonte sie: „Ich würde jederzeit wieder auftreten und ich hoffe, wir machen das im nächsten Jahr wieder genauso!!!! Noch lauter, noch bunter!“
Riccardo Simonetti: „Kein Albtraum, sondern Realität“
Entertainer Riccardo Simonetti, der parallel am CSD in Stuttgart teilgenommen hatte, zeigte sich schockiert. „Mir ist sofort richtig schlecht geworden. Ich bin froh, dass es den Menschen, die mir nahestehen, soweit gut geht, aber ich bin entsetzt darüber, dass Nachrichten wie diese kein Albtraum sind, sondern Realität, in der wir 2026 alle leben“, schrieb der 33-Jährige auf Instagram.
Bill Kaulitz und Peter Plate: Solidarität und Trotz
Bill Kaulitz, Sänger von Tokio Hotel, richtete in der Nacht Gedanken an die Opfer, Freunde und Angehörigen. Peter Plate, ehemaliger Sänger von Rosenstolz, schrieb: „Für einen solchen Verlust gibt es keine Worte. Und nichts kann ihn ungeschehen machen.“ Doch er gab sich kämpferisch: „Lassen wir zu, dass Hass noch mehr Hass hervorbringt? Dass Angst unser Leben bestimmt? Oder halten wir an dem fest, wofür Pride seit Jahrzehnten steht: Freiheit. Vielfalt. Respekt. Menschlichkeit. Unsere Herzen sind gebrochen. Aber wir werden nicht zulassen, dass sie zerbrochen werden. Wir werden weiter laut sein. Wir werden weiter sichtbar sein.“
Hintergrund der Tat
Der CSD in Berlin war am späten Samstagabend vorzeitig beendet worden, nachdem ein Fahrzeug in die Menschenmenge gerast war. Die Polizei ermittelt zur Todesursache und den Umständen. Die Tat löste landesweit Bestürzung aus und wirft erneut Fragen nach dem Schutz von LGBTQ+-Veranstaltungen auf.



