Die Gefahren von PFAS, auch bekannt als Ewigkeitschemikalien, sind nach Ansicht der Investigativ-Journalistin Mariah Blake vergleichbar mit denen des Klimawandels. In einem Interview mit dem Tagesspiegel erklärt sie, wie diese Stoffe in Alltagsprodukten wie Pfannen, Hautpflege und Regenjacken stecken und sich im Blut anreichern. Blake kritisiert, dass die Industrie jahrelang Verbote verhindert habe.
Was sind PFAS?
PFAS (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) sind eine Gruppe von Chemikalien, die aufgrund ihrer Stabilität in der Umwelt und im Körper kaum abgebaut werden. Sie finden sich in unzähligen Produkten, von beschichteten Pfannen über wasserabweisende Kleidung bis hin zu Verpackungen. Die Aufnahme erfolgt oft unbewusst, etwa beim Trinken aus Dosen oder beim Essen von verpacktem Fast Food.
Gesundheitsrisiken
Studien deuten darauf hin, dass PFAS mit verschiedenen Gesundheitsproblemen in Verbindung stehen, darunter Leberschäden, Schilddrüsenerkrankungen und ein erhöhtes Krebsrisiko. Blake betont, dass die Chemikalien bereits im Blut der meisten Menschen nachweisbar sind und die langfristigen Folgen noch nicht vollständig absehbar seien.
Industriepolitik
Die Journalistin wirft der Industrie vor, durch gezielte Lobbyarbeit und die Finanzierung von Studien, die die Gefahren herunterspielen, strenge Regulierungen verhindert zu haben. Sie fordert ein umfassendes Verbot von PFAS, ähnlich wie es für andere Schadstoffe bereits umgesetzt wurde. Nur so könne die Belastung für Mensch und Umwelt reduziert werden.
Das Interview zeigt, dass das Problem der Ewigkeitschemikalien weitreichender ist als oft angenommen. Blake plädiert für mehr Transparenz und strengere Grenzwerte, um die öffentliche Gesundheit zu schützen.



