Rhein trocknet aus: Schiffsstau droht ab nächster Woche
Rhein trocknet aus: Schiffsstau droht ab nächster Woche

Der Rhein trocknet aus. Nach einer Hitzewelle und heftigen Gewittern mit Starkregen und Hagel droht Deutschland die nächste Stufe im Sommer 2026: Der Wasserpegel des Rheins ist bereits bedrohlich niedrig und könnte weiter sinken. Klimatologe Dr. Karsten Brandt warnt in BILD: „Und das wird ab der nächsten Woche erst richtig brutal.“

Pegelstand könnte historischen Tiefstwert erreichen

Der Experte befürchtet durch das Wetter massive Auswirkungen für den Schiffsverkehr und die Fähren. „Im Zeitraum zwischen dem 5. Juli und dem 15. Juli ist mit massiven Auswirkungen zu rechnen“, sagt Brandt. „Pegelstände von nur einem Meter bis 1,10 Meter sind denkbar. Das wären noch einmal 20 bis 30 Zentimeter weniger als der bisherige Juli-Pegel-Negativrekord aus dem Jahr 2003.“

Binnenschiffe nur halb beladen

Die Binnenschiffe auf dem Rhein fahren in diesem Sommer schon jetzt mit deutlich weniger Ladung, als sie transportieren könnten. „Die sind teilweise nicht bis zur Hälfte beladen“, berichtet der Klimatologe aus Bonn. Und es könnte noch schlimmer kommen: „Wenn der Pegel weiter sinkt, halte ich sogar eine vollständige Einstellung des Schiffsverkehrs auf dem Rhein für möglich.“

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Wetter am Donnerstag: Sonne im Westen, Gewitter im Südosten

Bis es so weit kommt, sollten wir das Wetter zum Durchatmen nutzen. Brandt: „Da gibt es wirklich nichts zu meckern. Der Donnerstag bringt angenehme Temperaturen mit viel Sonne.“ Etwas kritischer sieht Brandts Kollege, der Diplom-Meteorologe Dominik Jung, die Prognose für Donnerstag. Für den Westen und Nordwesten stimmt er zu: „Da setzt sich zunehmend freundliches Wetter durch. Die Bewölkung lockert im Tagesverlauf auf, und die Sonne zeigt sich.“ In den sonnigeren Regionen werden Höchstwerte zwischen 22 und 26 Grad erreicht, im Südwesten sind lokal bis zu 29 Grad möglich.

Bayern bleibt instabil

Im Südosten bleibt das Wetter laut Jung instabil. „Insbesondere über Bayern und entlang des Bayerischen Waldes hält sich noch labile Luftmasse aus der vorangegangenen Hitzeperiode“, so der Meteorologe. Hier muss bei wechselnder bis starker Bewölkung mit teils kräftigen Schauern und Gewittern gerechnet werden, die regional auch unwetterartige Begleiterscheinungen wie Starkregen oder Hagel mit sich bringen können. In Gebieten mit Schauern und Gewittern rechnet Jung mit maximal 16 bis 20 Grad. In der Nacht zum Freitag kühlt es verbreitet auf 8 bis 16 Grad ab.

Auswirkungen auf Wirtschaft und Verkehr

Der Rhein ist eine der wichtigsten Wasserstraßen Europas. Ein langanhaltendes Niedrigwasser würde nicht nur den Schiffsverkehr beeinträchtigen, sondern auch die Versorgung mit Rohstoffen und Gütern gefährden. Bereits jetzt sind viele Schiffe gezwungen, ihre Ladung zu reduzieren, was die Transportkosten erhöht. Sollte der Pegel weiter fallen, drohen Lieferengpässe bei Benzin, Heizöl und anderen Massengütern. Die nächsten Tage werden zeigen, ob die befürchteten Pegelstände tatsächlich eintreten.

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