Rheinpegel in Köln fällt auf Rekordtief von 68 Zentimetern
Rheinpegel Köln auf Rekordtief von 68 Zentimetern

Der Rheinpegel in Köln hat einen historischen Tiefstand erreicht. Am Pegel Köln wurden am Morgen 68 Zentimeter gemessen, wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Rhein mitteilte. Das ist ein Zentimeter weniger als der bisherige Rekord-Tiefstand vom 23. Oktober 2018. Im Laufe des Tages soll das Wasser laut Prognose jedoch wieder leicht steigen.

Der Pegelstand ist eine relative Wasserhöhe, die von einem festgelegten Nullpunkt aus gemessen wird. Er gibt nicht die tatsächliche Wassertiefe bis zum Flussboden an. Dennoch ist der Wert ein wichtiger Indikator für die Schifffahrt und die ökologische Situation des Flusses.

Niedrigwasser auch in Duisburg und Kaub

Auch an anderen Messstellen des Rheins sind die Wasserstände auf historische Tiefstwerte gefallen. In Duisburg-Ruhort sank der Pegel zum ersten Mal wieder auf sein bisheriges historisches Minimum von 153 Zentimetern. Eine weitere Unterschreitung wird nach aktuellen Erwartungen nicht mehr eintreten.

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Bereits am Freitag hatte der Pegel in Kaub in Rheinland-Pfalz den bisherigen Tiefstwert aus dem Jahr 2018 erreicht. Laut WSA lag der Stand bei 25 Zentimetern – exakt auf dem Niveau des niedrigsten Wasserstands seit Messbeginn vom 22. Oktober 2018. Eine Woche zuvor waren es noch 55 Zentimeter gewesen.

Frühe Zuspitzung überrascht Fachleute

Die derart frühe Zuspitzung des Niedrigwassers ist nach Einschätzung eines WSA-Experten ungewöhnlich. Auch die Bundesanstalt für Gewässerkunde bestätigt: Eigentlich sind Spätsommer und Herbst die typischen Zeiten für Niedrigwasser. Dass bereits jetzt so wenig Wasser im Rhein und in anderen Flüssen ist, stelle eine besondere Situation dar.

Als Hauptgründe nennt die Behörde Trockenheit und Hitze. Regionale Schauer könnten die Lage nur vorübergehend entspannen. Die anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen hat die Böden ausgetrocknet, sodass Niederschläge weitgehend versickern und nicht in den Fluss gelangen. Langfristige Entlastung ist daher nicht in Sicht.

Bedeutung für Schifffahrt und Umwelt

Der niedrige Pegelstand hat weitreichende Folgen. Frachtschiffe können oft nur noch mit reduzierter Ladung fahren, was Kosten verursacht. Zudem sinken die Grundwasserspiegel, was sich auf Landwirtschaft und Natur auswirkt. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau.

Der Rekordwert in Köln liegt nur einen Zentimeter unter dem Wert von 2018. Dass dieser Stand bereits Anfang August erreicht wird, gilt als alarmierendes Signal. Sollte die Trockenheit anhalten, sind weitere Tiefstände möglich. Die nächsten Tage werden zeigen, ob sich der Rhein zumindest leicht erholt.

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