Sensor-Defekt: 100 Liter Diesel aus Passagierschiff in Mosel gelaufen
Sensor-Defekt: 100 Liter Diesel in Mosel gelaufen

Ölteppich auf der Mosel nach Sensordefekt

Nach einem technischen Defekt an einem Fahrgastschiff haben sich mehr als 100 Liter Diesel auf der Mosel ausgebreitet. Wie die Wasserschutzpolizei mitteilte, bildete sich in Höhe der Schleuse Detzem ein Ölteppich, der sich über die gesamte Breite des Flusses und rund 500 Meter flussabwärts erstreckte. Die Verunreinigungen waren deutlich sichtbar.

Feuerwehr kann Diesel nicht abschöpfen

Die Feuerwehr kann den ausgelaufenen Kraftstoff wegen der starken Strömung nicht abschöpfen oder absaugen. Ein Sprecher erklärte: „Der Diesel liegt als dünner Film auf der Wasseroberfläche und wird im Laufe des Tages durch die vorbeifahrende Schifffahrt weiter verteilt und durch die Sonneneinstrahlung verdampfen.“ Eine unmittelbare Gefahr für die Umwelt bestehe nicht, da Diesel leichter als Wasser ist und sich verflüchtigt.

Ursache: Sensorausfall am Treibstofftank

Dem Schiff wurde zunächst die Weiterfahrt untersagt. Nachdem die Ursache für den Austritt geklärt war, durfte es seine Fahrt fortsetzen. Laut Wasserschutzpolizei handelte es sich um einen technischen Defekt am Treibstofftank: Ein wichtiger Sensor funktionierte nicht, woraufhin Diesel durch die Entlüftung austrat. Die 124 Passagiere an Bord waren nach Angaben der Polizei zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.

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