Dresden will Straßenschäden wie Risse und Spurrillen künftig mit Hightech verhindern. Die Landeshauptstadt verlegt an fünf Stellen rund um die Innenstadt Messbalken in den Asphalt, die rund um die Uhr Daten sammeln. Das Projekt ist Teil der Smart-City-Initiative der Stadt und wird mit 1,3 Millionen Euro gefördert.
Wie die Sensoren funktionieren
Die Sensoren messen Gewicht und Temperatur. Besonders das Gewicht von Lastwagen ist relevant, da Autos zwar erfasst, aber nicht in die Modelle einberechnet werden, wie Peter Lebelt von der technischen Kontrolle im Straßen- und Tiefbauamt erklärte. Bei Kälte und Hitze reagiere der Asphalt unterschiedlich auf Gewicht: „Im Winter ist es sehr hart und im Sommer kann das eher weich sein“, sagte Lebelt.
Bislang wurden vor allem sichtbare Schäden wie Risse und Spurrinnen erfasst. Die Stadt möchte solchen Schäden jedoch zuvorkommen. „Dann ist es eigentlich schon zu spät“, so Lebelt. Mit den Sensordaten soll prognostiziert werden, wie schnell die Straße altert, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
Open Source für alle Kommunen
Die Software, die für die Datenauswertung programmiert wird, soll als Open Source frei verfügbar sein – auch für andere Kommunen. Drei weitere Messstellen existieren bereits, eine soll noch hinzukommen. Parallel dazu fährt bis September ein Spezialfahrzeug durch Dresden und erhebt Daten zu Schlaglöchern, Spurrillen, Erhebungen und Rissbildungen.
Das Projekt wird mit 1,3 Millionen Euro gefördert, teils aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), teils aus städtischen Mitteln. Es ist Teil des Modellprojekts „Smart City“ der Stadt Dresden und der Technischen Universität Dresden.



