Eichenprozessionsspinner: Sperrungen im Spreewald für Paddler
Spreewald-Sperrungen wegen Eichenprozessionsspinner

Das Land Brandenburg hat wegen eines starken Befalls mit dem Eichenprozessionsspinner mehrere Gewässerabschnitte im Spreewald vorübergehend für den Schiffsverkehr gesperrt. Betroffen ist etwa die Hälfte der schiffbaren Flächen im Unterspreewald, wie das Verkehrsministerium mitteilte. Paddler und andere Bootsfahrer werden aufgefordert, alternative Routen zu nutzen.

Gesundheitsgefahr durch Brennhaare

Der Eichenprozessionsspinner hat sich in diesem Jahr laut Umweltministerium Brandenburg besonders stark verbreitet und wird zunehmend zum Gesundheitsproblem. Die winzigen Brennhaare der Raupen enthalten ein Nesselgift, das bei Kontakt Hautreizungen mit starkem Juckreiz und Quaddeln auslösen kann. Auch Augenreizungen, Husten oder asthmaartige Beschwerden sind möglich.

Die Sperrungen dienen nicht nur dem Schutz vor den giftigen Haaren, sondern auch vor umsturzgefährdeten Bäumen und Ästen entlang der Wasserwege. „Besucherinnen und Besucher sollen vor Gesundheitsgefahren geschützt werden“, erklärte ein Sprecher des Verkehrsministeriums.

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Auswirkungen auf Touristen

Wer in diesen Tagen eine Paddeltour im Spreewald plant, muss mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Die gesperrten Gebiete machen einen großen Teil der sonst beliebten Routen unpassierbar. Das Ministerium empfiehlt, die Route vorab genau zu prüfen und auf ausgewiesene Alternativstrecken auszuweichen.

Der Eichenprozessionsspinner tritt in Brandenburg seit Jahren vermehrt auf, begünstigt durch warme und trockene Witterung. Die Bekämpfung erfolgt unter anderem durch Absaugen der Raupen oder den Einsatz von Bioziden. Die Sperrungen bleiben voraussichtlich bis zum Rückgang des Befalls bestehen.

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