Thunfisch kehrt in die Ostsee zurück: Artenschutz zeigt Wirkung
Thunfisch kehrt in die Ostsee zurück: Artenschutz zeigt Wirkung

Der Atlantische Thunfisch ist in den Öresund zwischen Dänemark und Schweden zurückgekehrt. Mehr als 50 Jahre war der große Jäger aus der Meerenge fast verschwunden. Internationale Schutzmaßnahmen wie Fangquoten und Fangpausen haben die Bestände stabilisiert.

Die Weltnaturschutzorganisation IUCN hat den Atlantischen Thunfisch inzwischen von der Liste der bedrohten Arten gestrichen. Die Rückkehr gilt als Erfolgsgeschichte im Kampf gegen Überfischung. Im Öresund ist der kommerzielle Fang von Thunfisch verboten, ebenso wie der Fang seiner Beutefische wie Hering und Makrele.

Ab Spätsommer können Besucher bei sogenannten Thunfisch-Safaris die Tiere beobachten. Der rund 300 Kilogramm schwere Fisch springt dann aus dem Wasser. Meeresbiologe Jens Peder Jeppesen vermutet, dass die Tiere beim Beutefang so schnell sind, dass sie die Wasseroberfläche durchbrechen.

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Der flache und trichterförmige Meeresgrund des Öresunds wirkt wie ein Flaschenhals. Die Meerenge ist an der engsten Stelle nur vier Kilometer breit und bietet den Thunfischen nur 20 bis 40 Meter Wassertiefe. An manchen Tagen sind Schwärme von mehreren Hundert Tieren zu sehen.

Die Sichtungen werden offiziell erfasst und an Umweltverbände, Fischerei-Organisationen und die Universität Kopenhagen weitergegeben. Diese Daten dienen als Grundlage für das zukünftige Schutzmanagement. Umweltverbände mahnen jedoch, die Schutzbemühungen fortzusetzen, da andere Thunfischarten, besonders im Pazifik, weiterhin gefährdet sind.

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