In Vietnam ist es der Polizei gelungen, einen mutmaßlichen Ring von Katzenfleischhändlern zu zerschlagen. Bei einer groß angelegten Rettungsaktion in der vergangenen Woche wurden mehr als 400 gestohlene Katzen lebend befreit. Für über 40 Tiere kam jedoch jede Hilfe zu spät – sie wurden tot und tiefgefroren sichergestellt.
Großeinsatz in Ho-Chi-Minh-Stadt
Die Beamten der Polizei von Ho-Chi-Minh-Stadt hatten die Bande aufgespürt, nachdem zahlreiche Anzeigen über verschwundene Katzen eingegangen waren. Bei dem Einsatz wurden neun Verdächtige festgenommen. Die Tierschutzorganisation Humane World for Animals bestätigte, dass bereits mehr als 40 der geretteten Tiere ihren Besitzern zurückgegeben werden konnten.
Provisorisches Rettungszentrum eingerichtet
Seit dem Einsatz kümmern sich Tierärzte und Freiwillige in einem provisorischen Rettungszentrum auf dem Gelände der Kriminalpolizei um die Katzen. Ein Polizist appellierte an die Bevölkerung: „Wer seine Katze verloren hat, kann zur Polizeistation kommen, sein Tier identifizieren und die Ermittlungen unterstützen.“
Nach Angaben der Ermittler hatten die Tatverdächtigen über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg Katzen in Südvietnam gefangen und weiterverkauft. Wer die Abnehmer waren, ist bislang unklar. Medienberichten zufolge handelt es sich um einen der größten Tierschutzfälle der vergangenen Jahre in Vietnam.
Rechtliche Lage in Vietnam
In Vietnam ist der Konsum von Hunde- und Katzenfleisch legal. Viele Restaurants bieten entsprechende Gerichte an. Allerdings müssen Anbieter Herkunftsnachweise vorlegen, um sicherzustellen, dass die Tiere nicht gestohlen wurden. Der Fall zeigt, dass diese Regelungen offenbar umgangen wurden.



