Waldbrand bei Reichenbach: Feuerwehr gibt Entwarnung
Waldbrand bei Reichenbach: Feuerwehr gibt Entwarnung

Die Nachlöscharbeiten nach dem Waldbrand bei Reichenbach im Landkreis Birkenfeld sind abgeschlossen. Das teilte ein Sprecher der Feuerwehr am Samstagmorgen mit. Auch die Nacht sei ruhig verlaufen, von den Randbereichen des Brandes gehe derzeit keine Gefahr mehr aus. Die Anwohner können somit aufatmen.

Feuerwehr Trier beendete Einsatz am Freitagabend

Bereits am Freitagabend gegen 19 Uhr hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Trier ihre Arbeit beendet. Nur die örtliche Feuerwehr war noch vor Ort, um letzte Glutnester zu überwachen und kleinere Nachlöscharbeiten durchzuführen. Diese Arbeiten sind nun ebenfalls abgeschlossen, wie es weiter hieß.

Der Waldbrand hatte am Freitag für einen großen Einsatz gesorgt. Die Flammen waren in einem Waldstück nahe Reichenbach ausgebrochen. Die genaue Lage des Brandes wurde von der Leitstelle Birkenfeld koordiniert. Durch das Feuer wurden nach Angaben des Landkreises rund 21 Hektar Wald- und Wiesenfläche vernichtet. Das entspricht in etwa der Größe von 30 Fußballfeldern.

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Brandursache vermutlich Rallye-Unfall

Als mutmaßliche Brandursache gilt ein Unfall eines Rallyefahrzeugs bei einer Testfahrt. Wie genau sich der Unfall ereignet hat, ist derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Möglicherweise sei durch den Aufprall ein Funke entstanden, der das trockene Unterholz entzündete, hieß es aus Ermittlerkreisen. Diese Angaben sind jedoch vorläufig und müssen durch die Untersuchungen bestätigt werden.

Reichenbach liegt im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz, einem Gebiet, das durch ausgedehnte Wälder und den Hunsrück geprägt ist. Die Region war in den vergangenen Jahren immer wieder von Waldbränden betroffen, insbesondere in längeren Trockenperioden. Die Böden waren zum Zeitpunkt des Brandes stark ausgetrocknet, was die Ausbreitung des Feuers begünstigte.

Großaufgebot an Einsatzkräften

Im Kampf gegen die Flammen waren zwischenzeitlich rund 220 Einsatzkräfte im Einsatz. Neben den Feuerwehren der umliegenden Gemeinden beteiligten sich auch Polizeikräfte, Feuerwehren der Bundeswehr sowie der US-Armee an den Löscharbeiten. Hinzu kam der Verein "@fire", eine internationale Hilfsorganisation, die auf Vegetationsbrände spezialisiert ist. Solche Brände unterscheiden sich erheblich von Gebäudebränden und erfordern spezielles Know-how sowie angepasste Ausrüstung.

Die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen wurde von der Einsatzleitung als vorbildlich bezeichnet. Unterstützt wurden die Bodentruppen aus der Luft: Drei Polizeihubschrauber aus Hessen und Rheinland-Pfalz waren im Einsatz, um die Lage aus der Vogelperspektive zu erkunden und die Einsatzkräfte zu koordinieren. Zusätzlich kamen Wasserwerfer der Polizei zum Einsatz, die insbesondere an schwer zugänglichen Stellen Löschwasser auf die Glutnester abgaben.

Nach dem Brand: Waldbrandgefahr bleibt aktuell

Auch wenn die Gefahr an Ort und Stelle gebannt ist, weisen die Behörden auf die anhaltende Waldbrandgefahr in der Region hin. Aufgrund der trockenen Witterung sei die Vegetation vielerorts noch immer sehr anfällig für Brände. Die Menschen werden gebeten, im Wald keine offenen Feuer zu machen und keine glimmenden Zigaretten wegzuwerfen. Ein Funke genügt, um einen Großbrand auszulösen.

Die Feuerwehr Reichenbach und alle beteiligten Einheiten hatten in den vergangenen Tagen unermüdlich gegen die Flammen gekämpft. Der Einsatz zeige, wie wichtig eine enge Vernetzung zwischen kommunalen, militärischen und ehrenamtlichen Kräften ist. Wie es nach dem Brand weitergeht, ist noch offen. Die Polizei wird die Ermittlungen zur Brandursache fortführen. Auch die genaue Schadenshöhe ist bislang nicht bekannt.

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