Die Ermittlungen zum verheerenden Waldbrand im Sommer 2025 in der Gohrischheide im Landkreis Meißen sind abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft Dresden teilte mit, dass es keine Hinweise auf Brandstiftung gebe. Vielmehr sei von einer witterungsbedingten Selbstentzündung der im Boden befindlichen Munition durch Hitze auszugehen.
Die Gohrischheide ist ein Naturschutzgebiet auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz und stark mit Munition aus den beiden Weltkriegen belastet. Am 1. Juli 2025 war dort ein Waldbrand ausgebrochen. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der Gefahren durch die Altmunition als schwierig und hielten tagelang Hunderte Feuerwehrleute und Einsatzkräfte in Atem.
Sachsenforst stufte das Feuer als größten Waldbrand der vergangenen Jahrzehnte in Sachsen ein. Mehr als drei Viertel des Naturschutzgebietes waren betroffen. Zum Schutz von Feuerwehr und Einsatzkräften bei künftigen Bränden sollen nach früheren Angaben des Umweltministeriums einzelne Flächen in der Gohrischheide von alter Munition befreit werden. Eine Räumung des kompletten, 2.000 Hektar großen Gebiets hatte Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) aus Kostengründen jedoch abgelehnt.



