Die Waldbrandgefahr in Brandenburg bleibt auch zu Beginn der neuen Woche auf einem hohen Niveau. Das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV) hat am Montagmorgen für 13 der 14 Landkreise die Gefahrenstufe 4 ausgerufen. Lediglich im Landkreis Prignitz gilt mit Stufe 3 eine etwas geringere Warnstufe. Damit hat sich die Situation im Vergleich zum Sonntag leicht entspannt, als in den Landkreisen Elbe-Elster, Märkisch-Oderland und Oder-Spree sowie der Stadt Frankfurt/Oder sogar die höchste Stufe 5 erreicht wurde.
Trockenheit und niedrige Luftfeuchtigkeit begünstigen Feuer
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) weist darauf hin, dass die anhaltende Trockenheit in Kombination mit einer niedrigen relativen Luftfeuchtigkeit die Entstehung und Ausbreitung von Waldbränden erheblich begünstigt. Die Vegetation ist vielerorts stark ausgetrocknet, sodass selbst kleinste Funken oder unachtsames Verhalten schnell zu einem Flächenbrand führen können. Die Behörden appellieren daher eindringlich an die Bevölkerung, die geltenden Waldbrandschutzverordnungen zu beachten. Dazu gehören unter anderem das absolute Rauchverbot im Wald, das Verbot von offenem Feuer sowie das Grillen nur auf ausgewiesenen Plätzen.
Viele Brandeinsätze am Wochenende
Bereits am vergangenen Wochenende hatten fast alle Regionalleitstellen der Feuerwehr im Land mehrere Brandeinsätze gemeldet. Die Einsatzkräfte waren teils stundenlang im Einsatz, um kleinere und mittlere Brände zu löschen, bevor sie außer Kontrolle gerieten. Die genaue Zahl der Einsätze wurde nicht beziffert, aber die Feuerwehren berichten von einer überdurchschnittlich hohen Belastung. Die Waldbrandsaison in Brandenburg dauert in der Regel von März bis Oktober, wobei die größte Gefahr in den trockenen Sommermonaten herrscht.
Wetteraussichten bieten kaum Entspannung
Die Wettervorhersage für die kommenden Tage verspricht keine wesentliche Abkühlung oder nennenswerten Niederschlag. Zwar sinken die Temperaturen leicht, doch bleibt es überwiegend trocken. Der DWD erwartet lediglich vereinzelte Schauer, die jedoch nicht ausreichen, um die Trockenheit in den Wäldern nachhaltig zu lindern. Die Waldbrandgefahr wird daher voraussichtlich auf hohem Niveau verharren. Die Behörden raten Autofahrern, ihre Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abzustellen, da heiße Katalysatoren Brände auslösen können. Auch Landwirte werden angehalten, bei Feldarbeiten besonders vorsichtig zu sein.



