Urlauberinnen und Urlauber mussten im ersten Halbjahr 2026 für Flugtickets und Pauschalreisen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für Flugreisen stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um durchschnittlich 8,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Besonders stark fielen die Aufschläge bei Flügen in der Economy-Klasse aus: Für Ziele in Mittelamerika betrug der Anstieg 12,5 Prozent, für das europäische Ausland 11,5 Prozent. Auch Verbindungen nach Asien, Australien und Nordamerika verteuerten sich. Günstiger wurden hingegen Flüge nach Afrika.
Pauschalreisen: moderate Preiserhöhungen
Die Preise für Pauschalreisen stiegen im Durchschnitt weniger stark. Für Auslandsflüge betrug der Anstieg 3 Prozent, für Reisen innerhalb Deutschlands 2,8 Prozent. Die größten Ausreißer bei Pauschalreisen ins Ausland waren Ägypten mit einem Plus von 5,2 Prozent, die Kanaren mit 4,6 Prozent und die Balearen mit 3,6 Prozent. Die Türkei verteuerte sich nur um 1,3 Prozent, während Griechenland mit einem minimalen Anstieg von 0,2 Prozent nahezu stabil blieb.
Ursachen: Kerosinpreise und Gebühren
Als Hauptgründe für die Preissteigerungen gelten die gestiegenen Kerosinpreise sowie ein knappes Angebot an deutschen Flughäfen infolge hoher staatlicher Gebühren und Steuern. Bereits in den Vorjahren hatten Flugtickets und Pauschalreisen teils deutlich über der allgemeinen Teuerung gelegen. Die beschlossene Absenkung der deutschen Luftverkehrsteuer trat erst zum Beginn des zweiten Halbjahres 2026 in Kraft und wird sich voraussichtlich erst später auf die Preise auswirken.
Ausblick auf das zweite Halbjahr
Reiseveranstalter haben angesichts der hohen Kerosinpreise teilweise auf Nachzahlungen für bereits gebuchte Urlaube verzichtet. Ob die Preise im zweiten Halbjahr sinken, bleibt abzuwarten. Die Absenkung der Luftverkehrsteuer könnte für Entlastung sorgen, doch die allgemeine Kostenentwicklung bleibt unsicher. Urlauber sollten Preise vergleichen und frühzeitig buchen, um von günstigeren Angeboten zu profitieren.



