Marode Brücke bei Opladen: Zugausfälle zwischen Köln und Wuppertal
Marode Brücke: Zugausfälle zwischen Köln und Wuppertal

Nach der gut fünfmonatigen Generalsanierung der Bahnstrecke Köln-Hagen müssen sich Reisende weiterhin auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Grund ist eine marode Brücke bei Opladen, die nur noch eingleisig befahrbar ist. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn erklärte, es gebe noch keine Prognose, wie schnell die Brücke repariert werden könne.

ICE-Verbindungen nach Berlin betroffen

Im Fernverkehr sind vor allem die ICE-Züge zwischen Köln und Berlin betroffen. Laut Bahn fallen diese Züge auf dem Abschnitt komplett aus. Reisende aus Hagen, Wuppertal, Solingen und Köln erreichen ihr Ziel nicht wie geplant und müssen auf andere Verbindungen ausweichen. Auf den übrigen ICE- und IC-Linien über Wuppertal fallen die Züge zwar nicht aus, jedoch müssen Fahrgäste mit deutlichen Verspätungen rechnen.

Regionalverkehr: Ausfälle und Umleitungen

Im Regionalverkehr sind vor allem Reisende von Wuppertal in Richtung Köln von Ausfällen betroffen. In Gegenrichtung funktioniert die Fahrt mit der Bahn unkomplizierter: Züge der Linie RE7 (Rhein-Münsterland-Express) fahren von Köln nach Wuppertal normal über die Strecke. In der Gegenrichtung werden die Züge von Wuppertal jedoch nach Düsseldorf umgeleitet und halten nicht in Solingen, Opladen, Köln Messe/Deutz, Köln Hauptbahnhof und Dormagen. Wer von Wuppertal nach Köln möchte, muss in Düsseldorf umsteigen oder auf die Regionalbahn RB48 ausweichen, die allerdings wegen des Brückenschadens nur jeden zweiten Zug fahren lässt. Die Bahnunternehmen empfehlen auf zuginfo.nrw, die Verbindung kurz vor Abfahrt noch einmal zu prüfen.

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Geschwindigkeitsbeschränkung aufgehoben

Ein anderes Problem wurde laut Bahn hingegen gelöst: Über das Wochenende durften Züge auf dem 65 Kilometer langen Abschnitt zwischen Köln und Hagen höchstens 70 Kilometer pro Stunde fahren, weil der neue Schotter unter den Gleisen noch festgefahren werden musste. Diese Geschwindigkeitsbeschränkung wurde am Montagmorgen aufgehoben, so die Bahnsprecherin.

Brückenschaden am letzten Tag der Generalsanierung entdeckt

Die Strecke von Köln über Wuppertal nach Hagen war seit Anfang Februar aufwendig modernisiert worden. Nach gut fünf Monaten Sperrung sollten die Züge am Freitagabend eigentlich wieder nach normalem Fahrplan rollen. Doch ausgerechnet am letzten Tag der Generalsanierung wurde ein Schaden an einem tragenden Bauteil der Brücke über die Wupper festgestellt. Aus Sicherheitsgründen wurde eines der beiden Gleise gesperrt. Die betroffene Brücke wurde bei der abgeschlossenen Korridorsanierung nicht erneuert, da die bisherigen Inspektionen – zuletzt Ende 2025 – keine Schäden gezeigt hätten, teilte die Bahn mit.

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