Warum Insektenspray bei Pharaoameisen alles schlimmer macht
Warum Insektenspray bei Pharaoameisen alles schlimmer macht

Pharaoameisen sind winzig, aber können zur Plage werden. Viele greifen dann zum Insektenspray – doch das ist kontraproduktiv. Der Geschäftsführer des Berliner Schädlingsbekämpfungsvereins erklärt, dass diese Ameisenart nicht im Garten, sondern in beheizten Gebäuden lebt. Sie verstecken sich in Wänden, hinter Fußleisten oder unter Böden und sind im Winter besonders aktiv.

Wer einzelne Tiere sieht, will sie schnell loswerden. Doch Sprays oder handelsübliche Köder helfen nicht. Die sichtbaren Ameisen sind nur Arbeiterinnen auf Nahrungssuche; das Nest liegt tief im Mauerwerk verborgen. Ein Spray tötet nur wenige Tiere, während die Kolonie reagiert: „Spritzen oder vergiften Sie die Arbeiter, werden mehr produziert“, warnt der Experte. Die Königin erfährt über Mundsekret vom Verlust und legt mehr Eier.

Pharaoameisen haben zudem bis zu 100 Königinnen in verschiedenen Teilkolonien. Wird ein Bereich gestört, können neue Kolonien entstehen. Selbst Fachleute haben Schwierigkeiten: Nur etwa 30 Prozent der Schädlingsbekämpfer können die Ameisen effektiv bekämpfen. Verwechslungen mit der argentinischen Ameise sind häufig, daher ist ein Experte nötig.

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