Nach einem massiven Befall mit dem Eichenprozessionsspinner im Unterspreewald ist eine beliebte Wasserroute wieder für den Bootsverkehr freigegeben worden. Das Landesamt für Bauen und Verkehr hob die Sperrung für den Puhlstrom von der Spree bis zum Krausnicker Strom auf, wie das Verkehrsministerium in Potsdam mitteilte. Seitdem ist ab sofort wieder eine erste Rundtour für Paddler und Kahnfahrten im Bereich Schlepzig möglich.
Sicherungsarbeiten des Forstbetriebs
Die Freigabe der Wasserroute erfolgte nach Sicherungsarbeiten des Landesbetriebs Forst. Dieser beseitigte Gefahren durch möglicherweise umstürzende Bäume und abbrechende Äste, die durch den Raupenbefall geschädigt worden waren. Die Arbeiten waren notwendig, um die Sicherheit der Bootsfahrer zu gewährleisten.
Ministerin: Weitere Freigabe Stück für Stück
Umweltministerin Hanka Mittelstädt (SPD) sagte laut einer Mitteilung: „Die sehr starke Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners im Spreewald, die wir in diesem Jahr erleben, kam in dieser Dimension unerwartet und war so nicht vorhersehbar.“ Der Forstbetrieb arbeite mit Hochdruck daran, dass die einzelnen Wasserwege, die aus Sicherheitsgründen kurzfristig gesperrt werden mussten, schnell Stück für Stück wieder freigegeben werden können.
Sorgen im Tourismus
Mehrere Wasserwege im Unterspreewald sind seit Freitag gesperrt. Wegen des massiven Befalls mit dem Eichenprozessionsspinner seien wichtige Sicherungsarbeiten entlang der Gewässer nicht möglich gewesen, hieß es aus den Ministerien. Tourismusunternehmen äußerten vor Tagen die Sorge vor Geschäftseinbußen, da die Sperrungen die beliebte Paddel- und Kahnregion stark beeinträchtigen.
Gefahren durch den Eichenprozessionsspinner
Der Eichenprozessionsspinner hat sich in Brandenburg und Berlin stark ausgebreitet. Gefährlich sind die kleinen Brennhaare der Raupen, die ein Nesselgift enthalten. Dieses kann schwere allergische Reaktionen, Hautreizungen und Atembeschwerden auslösen. Die Raupen befallen vor allem Eichen, aber auch andere Bäume können betroffen sein.
Die Behörden arbeiten weiter daran, die gesperrten Wasserwege nach und nach wieder freizugeben. Touristen und Einheimische werden gebeten, die aktuellen Sperrungen zu beachten und die ausgewiesenen Routen zu nutzen.



