ADAC warnt: Staugefahr zum Ferienhöhepunkt am August-Wochenende
ADAC warnt: Staugefahr am ersten August-Wochenende

München – Mit dem Ferienstart in Bayern und Baden-Württemberg sind nun alle Bundesländer in der Sommerpause. Der ADAC warnt vor dem ersten August-Wochenende: Es drohe eines der staureichsten der Saison zu werden. Besonders auf den Urlaubsrouten im Süden Deutschlands müssen Autofahrer mit langen Wartezeiten rechnen.

Wann und wo es am schlimmsten wird

Der ADAC erwartet die meisten Staus am Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag. Wer flexibel ist, sollte ruhigere Alternativrouten einplanen oder auf einen anderen Reisetag ausweichen, empfiehlt der Automobilclub. Im vergangenen Jahr war das erste August-Wochenende das staureichste Wochenende in den zwölf Sommerferien-Wochen – insgesamt standen Autofahrer 4201 Mal im Stau.

Besonders betroffen sind die Nord-Süd-Verbindungen A 1, A 5, A 7, A 9, A 61 und A 81 sowie die Ost-West-Achsen A 2, A 3, A 4, A 6 und A 8. Auch die Umfahrungen von Hamburg (A 1, A 7), Berlin (A 10, A 100) und München (A 99) werden laut ADAC stark belastet. Der Grund: Viele Urlauber starten in Richtung Alpen, Mittelmeer oder an die Küsten von Nord- und Ostsee.

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Baustellen verschärfen die Lage

Die rund 1.000 Baustellen und Sperrungen auf deutschen Autobahnen machen die Situation zusätzlich schwierig. „Die Staus auf den Heimreiserouten werden länger als auf den Anreiserouten“, heißt es in der ADAC-Stauprognose. In einer Woche enden die Ferien in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland – dann rollt die zweite Reisewelle. Auch aus Skandinavien kehren viele Urlauber zurück, was die Fernstrecken zusätzlich belastet.

Österreich: Demonstration am Fernpass

In Österreich sorgt am Samstag von 9.45 bis 12.00 Uhr eine Demonstration am Fernpass für Sperrungen. Die wichtige Nord-Süd-Verbindung von Deutschland über Österreich nach Italien ist dann nicht befahrbar, ebenso die benachbarte Hahntennjochstraße. Die Behörden raten, die Region weiträumig zu umfahren. Die Demonstranten kritisieren die Verkehrsflut auf der Transitstrecke.

Schweiz: Geduld am Gotthardtunnel

In der Schweiz drohen am Gotthardtunnel Richtung Süden dreieinhalb Stunden Wartezeit. Der Automobilclub TCS rechnet mit 14 Kilometern Stau. Als Ausweichrouten empfiehlt er die San-Bernardino-Route oder Alpenpässe wie Gotthard, Grimsel, Nufenen und Simplon.

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