Kurz vor dem Champions-League-Halbfinale zwischen Atlético Madrid und dem FC Arsenal kam es zu einer ungewöhnlichen Szene. Die Londoner forderten wenige Minuten vor Spielbeginn eine Überprüfung des Rasens im Estadio Metropolitano.
Hintergrund waren Zweifel am Zustand des Spielfelds. Arsenal soll sich insbesondere über die Rasenlänge beschwert haben und vermutete, dass Atlético damit bewusst Einfluss auf das Spiel nehmen wollte. UEFA-Offizielle überprüften daraufhin den Platz.
Das Ergebnis: Der Rasen entsprach den Vorgaben. Die Grashöhe lag bei rund 26 Millimetern und damit innerhalb des erlaubten Rahmens von 21 bis 30 Millimetern.
Bei US-Sender CBS erklärte Reporter Guillem Balague: „Ich muss euch von dem ‚Rasenstreit‘ erzählen, der sich vor etwa einer Stunde zugetragen hat, weil Arsenal der Meinung war, der Rasen sei zu hoch. Sie waren damit nicht zufrieden. Sie haben gefürchtet, dass Simeone ein böses Spiel spielt.“
Italien-Legende Alessandro Del Piero sagte beim US-Sender dazu: „Der Platz ist für sie (Atlético) entscheidend. Ich mag es nicht, wenn es zu viele Gerüchte um solche Dinge gibt. Ehrlich gesagt macht es mir Sorgen, dass Arsenal und Arteta das Thema aufbringen. Das ist ein gutes Bild von Arsenal im Moment. Sie haben ein wenig zu kämpfen und müssen jedes Detail unter die Lupe nehmen.“
Die Diskussion passt in ein größeres Bild. Bereits zuvor hatten andere Teams wie Tottenham oder Barcelona Kritik an den Platzverhältnissen von Atlético geäußert. Dabei ging es unter anderem um zu langes Gras, einen besonders nassen oder einen zu trockenen Untergrund, der das Spieltempo beeinflussen kann.



