Bahnchefin Evelyn Palla hat vor dem Konzernaufsichtsrat ihre Neuausrichtung der Deutschen Bahn konkretisiert. Der Umbau des bundeseigenen Unternehmens soll in drei Phasen erfolgen, wie die Bahn nach der Sitzung des Kontrollgremiums mitteilte. Bis 2035 sollen Fahrgäste spürbar mehr Qualität und Pünktlichkeit erleben, doch vorher steht ein „Sanierungsmarathon“ an.
Drei Phasen bis 2035
Die erste Phase umfasst das laufende Jahr, in dem die Grundlage für die Neuausrichtung gelegt werden soll. Von 2027 bis 2030 steht vor allem die Sanierung des maroden Schienennetzes im Fokus. In der dritten Phase bis 2035 sollen die Fahrgäste dann bereits deutliche Verbesserungen in der Qualität und Pünktlichkeit spüren. Der „Sanierungsmarathon“ soll in dieser Phase abgeschlossen sein.
Stellenabbau in der Zentrale
Die Neuaufstellung sieht zudem eine radikale Verschlankung in der Zentrale und auf den Führungsebenen vor. Anfang des Jahres hieß es, dass von rund 3.500 Stellen in der sogenannten Konzernleitung rund 30 Prozent abgebaut werden sollen. Das entspricht etwa 1.050 Stellen. Dieser Schritt soll die Effizienz steigern und Kosten senken.
Auswirkungen auf Fahrgäste
Laut Bahnchefin Palla sollen die Fahrgäste ab 2030 erste Verbesserungen bemerken, bevor dann bis 2035 die vollständige Qualitätsoffensive greift. Die Sanierung des Netzes ist eine der größten Herausforderungen, da viele Strecken und Brücken sanierungsbedürftig sind. Die Bahn erhofft sich durch die Neuausrichtung eine höhere Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit.
Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Deutsche Bahn seit Jahren mit Verspätungen und Infrastrukturproblemen kämpft. Der Sanierungsmarathon soll die Wende bringen – auch wenn dafür zunächst viele Arbeitsplätze in der Zentrale wegfallen.



