Bahnstrecke Hamburg-Hannover gesperrt: Sanierung startet
Bahnstrecke Hamburg-Hannover gesperrt: Sanierung startet

Die Deutsche Bahn hat die gesamte Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover für den Zugverkehr gesperrt. Grund sind umfangreiche Sanierungsarbeiten im Rahmen der sogenannten Qualitätsoffensive. Fern- und Güterzüge werden umgeleitet, im Regionalverkehr fahren Busse als Ersatz.

Wichtige Verbindung betroffen

Die Verbindung Hamburg-Hannover zählt zu den am stärksten belasteten Bahnstrecken Deutschlands. Sie ist essenziell für den Fernverkehr zwischen Nord- und Süddeutschland, für Pendler sowie für den Güterverkehr vom und zum Hamburger Hafen. Die Bauarbeiten laufen bereits seit Anfang Mai und sollen bis zum 10. Juli dauern. Bislang war vor allem der Abschnitt zwischen Celle und Hannover betroffen. Nun entfallen auch die Regionalzüge zwischen Uelzen und Lüneburg bis zum Ende der Offensive. Stündlich verkehren Busse zwischen Lüneburg und Uelzen; in den Hauptverkehrszeiten gibt es zusätzliche Züge zwischen Lüneburg und Hamburg.

Umfang der Bauarbeiten

Die Bahn will auf der rund 163 Kilometer langen Strecke Gleise, Weichen, Oberleitungen, Bahnhöfe und Brücken erneuern und instand setzen. Auch an Stellwerken und am Bahndamm bei Eschede wird gearbeitet. Nach Angaben der Bahn liegen die Arbeiten an der Schieneninfrastruktur insgesamt im Plan. Mit der Qualitätsoffensive will die Bahn dringende Arbeiten bündeln, bevor die Strecke im Jahr 2029 umfassend saniert werden soll. Dann plant die Deutsche Bahn eine mehrmonatige Generalsanierung des gesamten Korridors. Dabei sollen zahlreiche Maßnahmen gebündelt werden, um die Strecke grundlegend zu modernisieren. Ziel ist ein leistungsfähigeres und weniger störanfälliges Netz. Nach Darstellung der Bahn sollen nach einer solchen Generalsanierung für mehrere Jahre keine größeren Bauarbeiten mehr nötig sein.

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Kritik an kurzfristigen Änderungen

Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) hatte insbesondere kurzfristige Änderungen am Bauablauf kritisiert. Hintergrund ist, dass sich Bauarbeiten auf einer anderen wichtigen Bahnstrecke – der zwischen Hamburg und Berlin – verzögert haben und dadurch Anpassungen nötig wurden. LNVG-Geschäftsführerin Carmen Schwabl sagte, die Änderungen hätten die Beteiligten vor „enorme Herausforderungen“ gestellt. Zugleich fordert sie, die Sperrzeiten nun konsequent zu nutzen und bis zur Generalsanierung 2029 möglichst keine weiteren großen Baustellen mehr einzuplanen.

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