Berliner Stadtbahn gesperrt: Bahnverkehr eingeschränkt ab Sonntag
Berliner Stadtbahn gesperrt: Bahnverkehr eingeschränkt

Berliner Stadtbahn gesperrt: Sechsmonatige Bauarbeiten beginnen

Ab Sonntag, dem 14. Juni, wird die Berliner Stadtbahn, die wichtige Ost-West-Verbindung durch die Hauptstadt, für den Regional- und Fernverkehr vollständig gesperrt. Die Bauarbeiten dauern bis zum 12. Dezember 2026 an. Fahrgäste müssen sich auf erhebliche Einschränkungen und Umleitungen einstellen. Der S-Bahnverkehr bleibt größtenteils erhalten, wird aber voraussichtlich voller. Zusätzlich beginnt im Oktober die Generalsanierung der Strecke zwischen Berlin und Lehrte, was die Situation weiter verschärft.

Auswirkungen auf den S-Bahnverkehr

Die S-Bahn-Linien S3, S5, S7, S75 und S9 verkehren während der Bauzeit von Sonntag bis zum 12. Dezember im gewohnten Takt. Allerdings ist mit einer höheren Auslastung zu rechnen, da viele Fahrgäste auf die S-Bahn ausweichen, um die Stadt von Ost nach West zu durchqueren. An drei Sommerwochenenden ist jedoch auch der S-Bahnverkehr unterbrochen: vom 26. bis 29. Juni, vom 24. bis 27. Juli und vom 31. Juli bis 3. August. Die Sperrungen gelten jeweils von Freitagabend 22:00 Uhr bis zur Nacht auf Montag und betreffen den Abschnitt zwischen Zoologischer Garten und Friedrichstraße. Als Ersatz werden zwei Buslinien eingerichtet: die S7A zwischen Friedrichstraße und Zoologischer Garten sowie die S7B zwischen Hauptbahnhof und Zoologischer Garten.

Regionalverkehr: Umleitungen und geänderte Linien

Die Bauarbeiten haben massive Auswirkungen auf den Regionalverkehr. Zwischen Berlin-Charlottenburg und Ostbahnhof verkehren vom 14. Juni bis 12. Dezember 2026 keine Regionalzüge. Die Linien RE1 und RE7 beginnen und enden daher an den Bahnhöfen Charlottenburg und Ostbahnhof. Der RE2 zwischen Hennigsdorf und Cottbus wird von Spandau über Gesundbrunnen und Ostkreuz umgeleitet. Die RB21 fährt von Potsdam über Spandau nach Charlottenburg und nicht mehr zum Gesundbrunnen. Ab dem 2. Oktober erhält die RB21 eine völlig neue Linienführung: Sie fährt von Priort über Potsdam, Berlin-Charlottenburg und Spandau weiter nach Hennigsdorf. Der RE6 fährt bis zum 1. Oktober unverändert, entfällt aber ab dem 2. Oktober zwischen Hennigsdorf und Berlin-Charlottenburg; die veränderte RB21 dient als Ersatz.

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Der RE4 und die RB14 werden bis zum 1. Oktober in Berlin-Spandau durchgebunden. Das bedeutet, dass die Züge des RE4 aus Berlin Hauptbahnhof kommend in Berlin-Spandau ihre Liniennummer zu RB14 ändern und weiter bis Nauen fahren – ein Umstieg ist nicht erforderlich. Ab dem 2. Oktober entfällt der RE4 zwischen Berlin-Spandau und Stendal Hauptbahnhof, ebenso die RB14 zwischen Spandau und Berlin Ostbahnhof. Die RB10 entfällt bis zum 1. Oktober bis auf einzelne nächtliche Fahrten komplett. Ab dem 2. Oktober fährt die Linie zwischen Nauen und Rangsdorf. Die Anbindung zum Flughafen BER bleibt laut Bahn während der Bauarbeiten gewährleistet. Der Flughafenexpress FEX fährt wie gewohnt von einem Gleis im Untergeschoss des Hauptbahnhofs über Südkreuz bis zum BER.

Fernverkehr: Umleitungen und Haltausfälle

Im Fernverkehr werden die ICE-Züge von und nach Düsseldorf beziehungsweise Köln vom Hauptbahnhof aus über Südkreuz umgeleitet. Die Eurocity-Züge von und nach Polen starten und enden am Bahnhof Gesundbrunnen über Lichtenberg. Die Intercity-Züge zwischen Dresden und Rostock über Berlin werden über das Ostkreuz umgeleitet. Bei der Verbindung zwischen Berlin und Hamburg entfällt der Halt in Spandau. Für Fahrgäste nach Nordrhein-Westfalen wird die Lage ab Oktober mit dem Beginn der Generalsanierung Berlin-Lehrte noch schwieriger. Details zum Umleitungskonzept für den Verkehr sind noch nicht bekannt.

Die Bauarbeiten im Detail

Die Bahn führt zwischen dem 14. Juni und dem 12. Dezember unter anderem Brücken- und Gleisarbeiten am Hauptbahnhof und an der Station Zoologischer Garten durch. „Weiterhin tauschen die Bautrupps entlang der Stadtbahn beispielsweise Schienenbefestigungen aus, setzen Weichen und das Entwässerungssystem instand, reinigen die Gleise und arbeiten an der Oberleitung“, hieß es. Am Berliner Hauptbahnhof wird außerdem ein neues Weichentrapez eingebaut. Vier neue Weichen sollen den Gleiswechsel und den Wechsel der Fahrtrichtung zwischen zwei Gleisen erleichtern. Die Bauarbeiten sind Teil umfangreicher Modernisierungsmaßnahmen, um die Infrastruktur der Stadtbahn zu verbessern.

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