Blitzerwoche 2026: Start am 3. August in diesen Bundesländern
Blitzerwoche 2026: Diese Bundesländer sind dabei

Die zweite Blitzerwoche des Jahres 2026 beginnt am Montag, den 3. August, und endet am Sonntag, den 9. August. Grundlage ist die „Operation Speed“ des europäischen Verkehrspolizei-Netzwerks Roadpol. Ziel ist es, durch geballte Kontrollen die Aufmerksamkeit der Autofahrer zu maximieren und die Geschwindigkeitsdisziplin zu erhöhen. Insgesamt beteiligen sich 13 der 16 Bundesländer an der Aktion, nur Bayern, das Saarland und Sachsen nehmen nicht teil.

Teilnehmende Bundesländer und ihre Schwerpunkte

Die Polizei setzt in den beteiligten Ländern sämtliche verfügbare Technik ein, darunter stationäre Blitzer, mobile Radargeräte, Laserpistolen und den Blitzanhänger „Enforcement Trailer“. Die Kontrollen finden auf Autobahnen, Landstraßen und innerorts statt. Besondere Schwerpunkte sind in einigen Ländern festgelegt: In Brandenburg liegt der Fokus auf Landstraßen und Alleen, in Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz auf Unfallhäufungsstellen, in Schleswig-Holstein auf Freizeit- und Ferieneinrichtungen sowie Krankenhäusern und Pflegeheimen. Hamburg plant einen eigenen „Blitzermarathon“ an einem unbekannten Tag innerhalb der Woche. Auch Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wirken mit, ohne spezielle Schwerpunkte zu nennen.

Nicht teilnehmende Länder und alternative Aktionen

Bayern hat sich bewusst gegen die Teilnahme an der Speed Week entschieden – die bayerische Polizei führt ihre Kontrollen unabhängig davon durch. Das Saarland verzichtet ebenfalls, wie bereits im Frühjahr. Die Landespolizeidirektion des Saarlandes erklärte: „Unsere Kontrollmaßnahmen erfolgen über das ganze Jahr hinweg.“ Sachsen nimmt zwar nicht an der Speed Week teil, startet aber vom 17. August bis 6. September 2026 eine eigene Aktion unter dem Motto „Die Schule hat begonnen!“ mit verstärkten Geschwindigkeitskontrollen im Umfeld von Schulen.

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Rechtliche Hinweise für Autofahrer

Die beste Strategie, um Strafen zu vermeiden, ist angepasstes Fahren und die Beachtung der Verkehrsschilder. Die Verkehrszeichenerkennung im Auto arbeitet nicht zu 100 Prozent korrekt – die Ausrede, das Display habe kein Tempolimit angezeigt, wird nicht anerkannt. Blitzer-Apps sind während der Blitzerwoche nutzlos, da die Standorte der Radarfallen nicht vorab bekannt gegeben werden. Zudem ist die Nutzung solcher Apps rechtswidrig. Die Messtoleranz liegt in den meisten Bundesländern bei 5 km/h, vor besonders schützenswerten Einrichtungen wie Schulen darf jedoch strenger gemessen werden.

Selbst an Orten, an denen die Polizei die Messstellen vorab bekannt gab, kam es zu Geschwindigkeitsverstößen. Ein Motorradfahrer zeigte sich dabei besonders rücksichtslos. Die Blitzerwoche ist eine von mehreren Aktionen im Jahr, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Zahl der Unfälle zu senken. Autofahrer sollten daher auch außerhalb der Speed Week stets die Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten.

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