Deutscher Wetterdienst warnt vor Tornados und schweren Gewittern
Berlin – Das Wetter in Deutschland dreht am Donnerstag durch. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor teils kräftigen Gewittern mit Hagel, Starkregen und sogar Tornados. Ein Atlantik-Tief bringt feuchte Luftmassen von Schottland nach Deutschland und sorgt für eine ungewöhnlich energiegeladene Atmosphäre.
Wo und wann drohen die Unwetter?
Diplom-Meteorologe Peter Hartmann vom DWD erklärte gegenüber BILD: „Am Donnerstagnachmittag kann es im Flachland zu schweren Sturmböen und orkanartigen Böen bis hin zu Tornados kommen. Betroffen sind Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.“ Eine zweite Unwetterlage zeichnet sich am Nachmittag am Alpenrand in Südostbayern ab, dort allerdings mit Starkregen und Hagel, aber ohne derart heftige Sturmböen.
Sturmböen bis 100 km/h möglich
Der DWD warnt offiziell: „Lokal sind schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten bis 100 km/h nicht ausgeschlossen.“ Vereinzelt seien sogar „orkanartige Böen oder kurzlebige Tornados“ möglich. In den Höhenlagen der Mittelgebirge, wie auf dem Kahlen Asten und dem Brocken, wird ein stürmischer Wind zusätzlich zur Gefahr. Da viele Bäume bereits wieder Laub tragen, bieten sie eine große Angriffsfläche und können leicht umstürzen.
Temperaturen im Auf und Ab
In der Nacht zu Donnerstag sinken die Temperaturen auf 16 bis 10 Grad, im Südosten unter klarem Himmel auf 7 Grad. Im Tagesverlauf steigen sie kräftig an: Bis zu 16 Grad an der Nordsee und bis 26 Grad im Südosten werden erwartet. Trotz der milden Temperaturen eignet sich der Donnerstag, der in sechs Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag (Fronleichnam) ist, nicht für Ausflüge. Im Südwesten bleibt es regnerisch, im Norden kommen starke Gewitter mit Sturmböen hinzu.
Ausblick auf das Wochenende
Am Freitag zeigt sich der Himmel laut DWD-Prognosen mit einem Mix aus Sonne und Wolken. Es gibt nur noch einzelne Schauer, in der Nordhälfte kann es kurze Gewitter geben. Die Höchstwerte liegen zwischen 15 und 21 Grad. Dazu weht ein mäßiger, an der Nordsee teils böiger Westwind. Die Unwettergefahr ist dann vorerst gebannt.



