Anstieg der Todesfälle bei E-Rollern und Pedelecs
Die Zahl der Todesopfer bei Unfällen mit E-Rollern und Pedelecs ist im Jahr 2025 erneut gestiegen. Laut einer Sonderauswertung des Statistischen Bundesamts, die der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) am Mittwoch veröffentlichte, kamen bei Zwischenfällen mit E-Scootern deutschlandweit 32 Menschen ums Leben, nach 27 im Jahr 2024. Bei Pedelecs – Fahrrädern mit elektrischem Hilfsmotor – starben 217 Personen, verglichen mit 195 im Vorjahr.
Schwerverletzte ebenfalls deutlich mehr
Auch die Zahl der Schwerverletzten nahm zu: Bei E-Scootern stieg sie um rund 21 Prozent auf 1.611, bei Pedelecs um 4 Prozent auf 5.064. Bei Unfällen mit Kleinkrafträdern wie Mopeds, Mofas oder Rollern starben 52 Menschen (2024: 41), während die Zahl der Schwerverletzten mit 1.771 nahezu unverändert blieb.
DVR-Präsident: „Alarmierende Zahlen“
DVR-Präsident Manfred Wirsch bezeichnete die Entwicklung als alarmierend. „Wir dürfen nicht sehenden Auges zulassen, dass immer mehr Menschen auf unseren Straßen schwer verletzt werden oder sterben, wenn sie auf E-Scootern, Pedelecs oder Kleinkrafträdern unterwegs sind“, so Wirsch.
Forderungen nach schärferen Regeln
Der DVR, dem unter anderem die Landesverkehrsministerien, der ADAC, der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) sowie mehrere Versicherer, Gewerkschaften und Automobilhersteller angehören, fordert verschärfte Regeln. Konkret verlangt der Verband für E-Scooter eine Anhebung des Nutzungsalters von 14 auf 15 Jahre, da junge Fahrer ein besonders hohes Unfallrisiko aufwiesen. Zudem solle ein Befähigungsnachweis nach dem Vorbild der Mofa-Prüfung eingeführt werden.
Mehr Schutz für Pedelec-Fahrer
Zum Schutz von Pedelec-Nutzern brauche es eine bessere bauliche Trennung von Fahrrad- und Autoverkehr oder zumindest Temporeduzierungen dort, wo beide nebeneinander fahren. Der DVR betont, dass diese Maßnahmen notwendig seien, um die steigende Zahl schwerer Unfälle einzudämmen.



