Nord-Süd-Tunnel in Berlin: Sperrung dauert länger als geplant
Nord-Süd-Tunnel in Berlin: Sperrung länger als geplant

Längere Unterbrechung der Nord-Süd-Linie

Der Bau des zweiten S-Bahn-Tunnels durch Berlins Zentrum wird zu einer mehrjährigen Sperrung des bestehenden Nord-Süd-Tunnels führen. Ursprünglich war von einer zweijährigen Unterbrechung die Rede, doch nun teilt das Bundesverkehrsministerium mit, dass die Sperrung noch länger andauern wird. Die genaue Dauer steht noch nicht fest, doch die Einschränkungen für den Nahverkehr in der Hauptstadt werden massiv sein.

Grüne fordern Alternativkonzept

Die Berliner Grünen haben angesichts der verlängerten Sperrung ein Umdenken gefordert. „Eine jahrelange Unterbrechung der wichtigen Nord-Süd-Verbindung ist für die Fahrgäste nicht zumutbar“, sagte ein Sprecher. Die Partei schlägt vor, den Bau des zweiten Tunnels so zu planen, dass die bestehende Linie möglichst kurze Zeit unterbrochen werden muss. „Wir brauchen ein Konzept, das die Beeinträchtigungen minimiert“, so der Sprecher weiter.

Hintergrund: Zweiter Nord-Süd-Tunnel

Der zweite Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn soll den Nahverkehr in Berlin entscheidend verbessern. Er ist Teil des Projekts „S21“, das eine zusätzliche Verbindung zwischen dem Norden und Süden der Stadt schaffen soll. Der Tunnel wird vom Hauptbahnhof über den Brandenburger Tor bis zum Südkreuz führen. Die Bauarbeiten sind komplex und erfordern die Unterbrechung des bestehenden Tunnels, der derzeit von den Linien S1, S2, S25 und S26 genutzt wird.

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Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums wird die Sperrung voraussichtlich mehrere Jahre dauern. „Wir gehen davon aus, dass die Unterbrechung länger als die ursprünglich geplanten zwei Jahre sein wird“, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Grund seien die technischen Herausforderungen und die Notwendigkeit, den Betrieb während der Bauphase aufrechtzuerhalten.

Auswirkungen auf Fahrgäste

Für die Fahrgäste bedeutet die Sperrung erhebliche Umwege und längere Reisezeiten. Die Nord-Süd-Linie ist eine der wichtigsten S-Bahn-Verbindungen in Berlin und wird täglich von Zehntausenden Pendlern genutzt. Während der Bauarbeiten müssen die Züge über oberirdische Strecken umgeleitet werden, was zu Engpässen und Verspätungen führen wird.

„Die Belastung für die Fahrgäste ist enorm“, kritisierte ein Verkehrsexperte. „Es ist dringend erforderlich, dass die Bauarbeiten so effizient wie möglich durchgeführt werden, um die Sperrzeit zu verkürzen.“

Forderungen der Politik

Neben den Grünen haben auch andere politische Akteure ihre Bedenken geäußert. Der Berliner Senat fordert vom Bund eine klare Zeitplanung und ausreichende finanzielle Mittel, um die Bauarbeiten zu beschleunigen. „Wir können nicht hinnehmen, dass die Nord-Süd-Verbindung über Jahre lahmgelegt wird“, sagte ein Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung.

Das Bundesverkehrsministerium betont hingegen, dass der Bau des zweiten Tunnels unverzichtbar sei, um die Kapazität des Schienennetzes zu erhöhen. „Die langfristigen Vorteile überwiegen die temporären Einschränkungen“, so ein Ministeriumssprecher.

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