WM-Ball auf dem Mond: Warum Fußball dort ganz anders wäre
WM-Ball auf dem Mond: Fußball ganz anders

Die USA haben wirklich wenig unversucht gelassen, um Fußball-Weltmeister zu werden. Sogar ihre eigentlich für reale Reisen ins All zuständige Weltraumagentur NASA wollte den erhofften Aufstieg der US-Boys in den Fußball-Himmel befeuern. Gleichsam als Booster-Rakete setzte NASA-Chef Jared Isaacman eine geradezu kosmische Belohnung auf den WM-Titel aus: einen offiziellen WM-Fußball auf den Mond zu bringen. „Die Wette gilt! Also, Team USA, erfüllt Euren Teil“, sagte er bei der Bekanntgabe seiner Idee.

Physikalische Grenzen auf dem Mond

Doch der Mond ist ein denkbar schlechter Ort für Fußballspiele. Weil auch dort die Gesetze der Physik gelten, an denen nicht einmal US-Präsident Trump und FIFA-Chef Infantino vorbeikommen. Ein ganz anderes Spiel würde sich dort oben abspielen. Die geringere Schwerkraft – nur etwa ein Sechstel der Erdanziehung – würde die Flugkurven und Geschwindigkeiten drastisch verändern. Ein Schuss mit der gleichen Kraft wie auf der Erde würde den Ball viel weiter und höher fliegen lassen. Experten schätzen, dass ein WM-Ball auf dem Mond bis zu 700 Meter weit fliegen könnte, verglichen mit maximal 30 Metern auf der Erde.

Herausforderungen für Spieler und Spiel

Die Spieler selbst müssten sich in Raumanzügen bewegen, was die Bewegungsfreiheit einschränkt und die Geschwindigkeit reduziert. Zudem gibt es auf dem Mond keine Atmosphäre, die den Ball abbremsen oder für Luftwiderstand sorgen würde. Das bedeutet, dass der Ball ohne Luftwiderstand fliegt und seine Geschwindigkeit kaum verliert. Auch die Sprungkraft der Spieler wäre enorm: Sie könnten mehrere Meter hoch springen, was das Kopfballspiel revolutionieren würde. Allerdings wäre die Landung aufgrund der geringen Schwerkraft weicher, aber die Koordination wäre schwieriger.

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Auswirkungen auf Taktik und Regeln

Die Taktik müsste komplett neu überdacht werden. Lange Bälle wären extrem effektiv, da sie weite Distanzen überbrücken könnten. Dribblings wären aufgrund der veränderten Bodenhaftung und der Raumanzüge fast unmöglich. Tore wären wahrscheinlich sehr selten, da die Torhüter aufgrund der geringeren Schwerkraft höher springen und schneller reagieren könnten. Die FIFA müsste völlig neue Regeln einführen, um das Spiel auf dem Mond spielbar zu machen. So könnte man die Spielfeldgröße verkleinern oder die Anzahl der Spieler reduzieren. Die Idee der NASA mag ambitioniert sein, aber physikalisch ist der Mond kein geeigneter Ort für Fußball.

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