Influencer-Brüder Jake und Logan Paul streiten über Bad Bunny bei Super-Bowl-Halbzeitshow
Jake und Logan Paul streiten über Bad Bunny beim Super Bowl

Influencer-Brüder Jake und Logan Paul streiten über Bad Bunny bei Super-Bowl-Halbzeitshow

In seiner Halbzeitshow beim Super Bowl verknüpfte Bad Bunny Gute-Laune-Pop mit politischen Statements. Das war Influencer Jake Paul offensichtlich schon zu viel. Rund 200 Millionen Menschen schauen in der Regel den Super Bowl, doch mindestens einer knipste in der vergangenen Nacht den Fernseher aus: Jake Paul, 29 Jahre alt und bekannt dafür, sich von Profiboxern den Kiefer brechen zu lassen, äußerte scharfe Kritik an der Halbzeitshow. Und dann legte sich auch noch sein eigener Bruder Logan mit ihm an.

Was genau ist passiert?

Benito Antonio Martínez Ocasio, besser bekannt als Bad Bunny, trat in diesem Jahr bei der mit Spannung erwarteten Halbzeitshow auf. Auf den ersten Blick präsentierte er mit Co-Stars wie Lady Gaga und Ricky Martin Gute-Laune-Pop, gleichzeitig setzte er aber auch politische Statements. Zum Schluss seines Auftritts rief er: »God bless America« und nannte dann jedes Land Nord- und Lateinamerikas, inklusive der USA und Kanada. Das klingt eigentlich nicht sonderlich anstößig, doch in Zeiten von US-Präsident Donald Trumps Besitzansprüchen, Drohungen und sogar Angriffen auf Venezuela war dieses Statement wohl polarisierend.

Influencer Jake Paul jedenfalls sah dieses Ende der Halbzeitshow offenbar schon nicht mehr. »Schaltet diese Halbzeitshow ab. Da tritt ein angeblicher amerikanischer Bürger auf, der Amerika öffentlich hasst. Das kann ich nicht unterstützen«, schrieb er bei X. Offensichtlich wollte Paul Bad Bunny die Staatsbürgerschaft absprechen. Tatsächlich wurde der Sänger in Puerto Rico geboren, einem Außengebiet der USA, und ist damit US-Bürger. Von Amerikahass kann kaum die Rede sein, denn Bad Bunny zeigte auf einem Bildschirm während seiner Show den Schriftzug: »Das Einzige, was mächtiger ist als Hass, ist die Liebe.«

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Politische Hintergründe und Bruderstreit

Was Paul womöglich meinte: Bad Bunny kann mit dem US-Bild von Präsident Trump wenig anfangen. So hatte der Sänger die brutalen und teils tödlichen Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE im Land scharf kritisiert. »Wir sind keine Wilden, wir sind keine Tiere, wir sind keine Außerirdischen, wir sind Menschen, und wir sind Amerikaner«, sagte Bad Bunny bei der Grammy-Verleihung. Wenig überraschend musste Paul dann Widerspruch aushalten – sogar von seinem eigenen Bruder Logan. »Ich liebe meinen Bruder, aber damit bin ich nicht einverstanden«, schrieb er bei X: »Puerto Ricaner sind Amerikaner, und ich freue mich, dass sie die Gelegenheit bekamen, das Talent ihrer Insel zu präsentieren.«

In nur 13 Minuten machte Bad Bunny die Super-Bowl-Halbzeit zur wohl politischsten Show, die es in der NFL je gab. Auf den ersten Blick mehr Gute-Laune-Pop als Protest, doch wer auf Pause drückt, entdeckt viel mehr. Dieser Auftritt zeigt, wie Kunst und Politik in der heutigen Medienlandschaft verschmelzen können und wie selbst innerhalb von Familien kontroverse Meinungen aufeinandertreffen.

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