Mercedes bringt den neuen GLA auf den Markt, ein kompaktes SUV, das auf der MMA-Plattform basiert und mit 800-Volt-Bordnetz ausgestattet ist. Das Fahrzeug ist ab sofort bestellbar und startet bei 48.600 Euro für die vollelektrische Version GLA 200. Damit bleibt der Einstiegspreis klar unter der 50.000-Euro-Schwelle, was das Modell für eine breitere Käuferschicht erschwinglich macht. ntv.de hatte die Gelegenheit, den GLA im Rahmen der C-Klasse-Fahrpräsentation in Helsinki zu begutachten, während die offizielle Weltpremiere in Warschau stattfand.
Preis und Antrieb
Der GLA 200 als Basismodell leistet 224 PS und beschleunigt laut Werk in 8,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der LFP-Akku hat eine Kapazität von 58 kWh, was für viele Fahrprofile ausreichen dürfte, auch wenn Vielfahrer eventuell zu einer größeren Batterie greifen möchten. Die Ladeleistung beträgt 200 kW, sodass der Akku in rund 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden kann. Wer mehr Reichweite benötigt, kann zum GLA 250+ greifen: 85 kWh (netto) ermöglichen bis zu 657 Kilometer WLTP-Reichweite, bei einer Ladeleistung von über 300 kW. Mit 272 PS und einer Beschleunigung von 7,2 Sekunden auf 100 km/h ist er eine spürbar stärkere Alternative.
Varianten im Überblick
Die Spitze des zivilen Programms bildet der GLA 350 4Matic mit 354 PS. Er benötigt nur 5,4 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Hybrid-Varianten sind für Anfang 2027 angekündigt und kombinieren den bekannten 1,5-Liter-Vierzylinder in zwei Leistungsstufen (163 oder 190 PS) mit einem 30 PS starken Elektromotor und einer Achtgang-Doppelkupplungsautomatik. Ein 1,3-kWh-Batteriespeicher wird sowohl vom Verbrenner als auch durch Rekuperation mit bis zu 25 kW geladen. Die unterschiedlichen Antriebsversionen erhalten zudem eigene Frontdesigns: Beim Verbrenner zieren Sternchen den Kühlergrill, während der Elektroantrieb mit LED-Segmenten für Lichtinszenierungen sorgt.
Design und Innenraum
Der neue GLA ist zwei Zentimeter flacher als sein Vorgänger (1,62 Meter Höhe), steht aber dank drei Zentimetern mehr Spurweite satter auf der Straße. Der Radstand wuchs um sechs Zentimeter auf 2,79 Meter, was die Beinfreiheit in der zweiten Reihe um vier Zentimeter erhöht. Das Kofferraumvolumen beträgt 1400 Liter – mehr als beim CLA Shooting Brake, obwohl der GLA mit 4,56 Metern kürzer ist. Innen dominiert ein durchgehendes Screen-Panel von A-Säule zu A-Säule, das Videostreaming und Gaming ermöglicht. Navigationsdaten stammen aus dem Google-Kosmos, und die Reichweitenprognose bezieht sogar aktuelle Windverhältnisse mit ein. Optional ist ein Panoramadach mit 172 nachts leuchtenden Sternen erhältlich. Die Sitze sind ergonomisch gestaltet und bieten hohen Komfort.
Mercedes setzt mit dem GLA ein Zeichen gegen die chinesische Konkurrenz und zeigt, dass deutsche Hersteller im Premiumsegment weiterhin wettbewerbsfähig sind. Ob das Modell auch in Schwellenländern Fuß fasst, bleibt abzuwarten, doch in Europa hat es gute Chancen, punkten zu können.



