Affäre mit der Schwiegermutter: Ein Jahr Beziehungs-Newsletter – Erkenntnisse über Untreue
Ein Jahr Beziehungs-Newsletter: Erkenntnisse über Untreue

Vor ziemlich genau einem Jahr wurde der Beziehungs-Newsletter „Ein FUNKE Liebe“ ins Leben gerufen. Autorin Alina Juravel berichtet nun, was sie in dieser Zeit gelernt hat: Vor allem über das Fremdgehen. Kaum ein Thema bewege die Leser so sehr wie Untreue. Woche für Woche erreichen sie Nachrichten von Betrogenen und solchen, die selbst fremdgingen.

Die Geschichte, die nicht loslässt

Eine Leserin namens Lisa schrieb Juravel eine E-Mail. Über Wochen entwickelte sich ein intensiver Austausch. Lisa erlebte einen doppelten Verrat: Ihr Partner hatte eine Affäre mit ihrer eigenen Mutter. „Wenn meine Geschichte anderen hilft, dann darfst du sie erzählen“, sagte Lisa. Sie möchte anonym bleiben, aus Angst vor Häme. Juravel überprüfte die Geschichte mit Bildern und Chatverläufen.

Warum Menschen fremdgehen

Die Frage nach den Gründen für Untreue lasse sich nie vollständig beantworten, so Juravel. Doch der Newsletter zeigte: Fremdgehen beginne selten mit einem Kuss, sondern oft mit Schweigen, unerfüllten Bedürfnissen und nicht geführten Gesprächen. Auch die Perspektive der Betrogenen sei wichtig, etwa von Valerie, die trotz zahlloser Affären ihres Mannes bei ihm blieb.

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Ein Jahr voller Geschichten

In den vergangenen zwölf Monaten erreichten Juravel unzählige E-Mails, Briefe und persönliche Schilderungen. Besonders viele Leserinnen vertrauten sich ihr an. „Für dieses Vertrauen bin ich unendlich dankbar“, schreibt Juravel. Die Geschichten handeln von großen Gefühlen, Hoffnung, Enttäuschung und Neuanfängen. Ein weiterer Fall: Veronika erkannte erst nach Monaten, dass ihr Partner ein Doppelleben führte und seine Freundin ein Kind von ihm erwartete.

Fremdgehen als Spiegel der Beziehung

Die Redakteurin betont, dass Untreue nicht automatisch einen schlechten Menschen mache. „Das Leben lässt sich selten in Schwarz und Weiß einteilen.“ Der Newsletter solle ein Ort sein, an dem zugehört werde, ohne vorschnell zu urteilen. Hinter jeder Entscheidung stecke eine vielschichtige Geschichte.

Juravel dankt allen Lesern, die ihre Erfahrungen geteilt haben: „Jede einzelne Zuschrift erinnert mich daran, warum dieser Newsletter existiert: nicht, um über Menschen zu urteilen, sondern um ihre Geschichten zu erzählen.“

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