Warum regelmäßige Entwurmungen wichtig sind
Wer mit Hund oder Katze zusammenlebt, kommt um das Thema Würmer kaum herum. Die Parasiten lauern im Boden, in Kot, an Beutetieren oder beim Kontakt mit anderen Tieren. Vor allem Freigänger stecken sich leicht an. Ein Wurmbefall kann nicht nur die Gesundheit von Hund und Katze beeinträchtigen. In bestimmten Fällen sind Parasiten auch auf den Menschen übertragbar. Deshalb empfehlen Tierärzte eine regelmäßige Entwurmung.
Welche Tiere besonders gefährdet sind
Besonders hoch ist das Risiko bei Welpen und jungen Hunden, schreibt PETBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer). Sie können sich bereits im Mutterleib mit Spulwürmern infizieren. Auch Katzen, die Mäuse jagen, Jagdhunde oder Tiere, die häufig Kontakt zu Artgenossen haben oder Kot aufnehmen, sind stärker gefährdet. Wer rohes Fleisch füttert, erhöht ebenfalls das Infektionsrisiko.
Woran man einen Befall erkennt
Ein Wurmbefall bleibt oft lange unbemerkt. Erst wenn sich die Parasiten stark vermehrt haben, können folgende Beschwerden auftreten: Durchfall, Erbrechen, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Blutarmut. Sichtbare Würmer im Kot oder Erbrochenen sprechen meist für einen bereits fortgeschrittenen Befall. Da Eier und Larven mit bloßem Auge meist nicht erkennbar sind, ist die Diagnose häufig schwierig.
Wie oft entwurmt werden sollte
Für Tiere mit durchschnittlichem Risiko empfehlen Tierärzte vier Entwurmungen pro Jahr oder regelmäßige Kotuntersuchungen mit anschließender Behandlung bei Bedarf. Der Abstand von etwa drei Monaten orientiert sich am Entwicklungszyklus vieler Würmer. Ziel der Wurmkur ist nicht, Hund oder Katze dauerhaft wurmfrei zu halten, sondern einen starken Befall zu verhindern und die Ausscheidung infektiöser Wurmeier zu reduzieren.
Was Halter zusätzlich tun können
Eine gute Hygiene senkt das Risiko zusätzlich. Hunde sollten möglichst nichts vom Boden fressen und nicht aus Pfützen trinken. Für Katzen ist ein gesicherter Auslauf, wie etwa im eingezäunten Garten, sicherer als ein Freigang außerhalb. Außerdem helfen saubere Futterplätze, regelmäßiges Händewaschen und das schnelle Entfernen von Kot. Probiotika (nützliche Darmbakterien) können laut einzelnen Studien die Darmflora unterstützen und die Ausscheidung von Wurmeiern verringern. Eine Entwurmung ersetzen sie jedoch nicht.



