Holzkohle, Marinade, Thermometer: Damit die ersten draußen gegrillten Steaks, Würstchen und Gemüsespieße wirklich köstlich werden, braucht man einige Utensilien. Doch nicht jede vermeintliche „Must-have“-Ausrüstung hält, was sie verspricht. Was wirklich nötig ist und was eher Spielerei bleibt, zeigt sich meist erst am Grill selbst. Eine kluge Auswahl spart Geld und Nerven.
Der richtige Grill: Basis für den Erfolg
Der Grill ist das Herzstück jeder Outdoorküche. Ob kleiner oder großer Holzkohlegrill, Gasgrill, Elektrogrill oder Smoker – die Wahl hängt vom Standort, der Nutzungshäufigkeit und der Anzahl der hungrigen Gäste ab. Für unterwegs eignet sich ein leichter Minigrill, während auf dem Balkon ein Gas- oder Elektrogrill praktikabler ist als ein rauchender Kohlefeuer. Im Garten sorgt Holzkohle für den besonderen Grillgeschmack. Zum Anzünden der Kohle oder Briketts empfehlen Experten Grillanzünder für eine schnellere Feuerentwicklung oder einen Anzündkamin für gleichmäßige Hitze. Beides ist in Baumärkten und Supermärkten erhältlich.
Unverzichtbare Werkzeuge: Zange und Handschuh
Eine Grillzange ist neben dem Grill und Brennstoff ein absolutes Muss. Sie schafft Abstand zur heißen Fläche und ermöglicht das sichere Wenden und Bewegen des Grillguts. Wer noch keine besitzt, kann notfalls normales Besteck verwenden – allerdings nur mit einem hitzebeständigen Grillhandschuh, der vor Verbrennungen schützt. Der Grillrost selbst besteht je nach Modell aus Edelstahl, Gusseisen oder anderen Materialien, die Wärme unterschiedlich speichern. Ergänzend können Holzsorten wie Hickory ins Feuer gegeben werden, die beim Verbrennen ein rauchiges Aroma abgeben und besonders gut zu Fleisch passen.
Praktische Helfer: Schalen, Steine und Matten
Grillschalen sind ideal für empfindliche Lebensmittel wie Fisch, Gemüse oder Käse. Sie verhindern Zerfallen und Anhaften und erleichtern die Reinigung. Für Pizza auf dem Grill lohnt sich ein Pizzastein, der direkt auf den Rost gelegt wird und für eine hohe, gleichmäßige Temperatur sorgt – perfekt für einen knusprigen Boden. Eine Grillplatte eignet sich für Pfannengerichte oder kleines Grillgut. Eine Grillmatte schützt den Grillboden vor starker Hitze und verhindert eingebrannte Speisereste. Für große Fleischstücke wie Braten oder Geflügel ist ein Grillthermometer unverzichtbar: Es zeigt den optimalen Gargrad zuverlässig an und verhindert trockenes oder rohes Fleisch. Nach dem Grillen reinigt eine Grillbürste den Rost gründlich.
Marinaden und Gewürze: Das gewisse Etwas
Gewürze und Soßen sind entscheidend für den Geschmack. Fertige Marinaden und Soßen gibt es in unzähligen Varianten – süß oder scharf, mit Erdnuss, Mango oder Rauchpaprika. Klassiker wie Ketchup, Steak- oder Knoblauchsoße lassen sich gut im Kühlschrank lagern. Wer Marinaden selbst zubereitet, sollte Vorräte an Lieblingsgewürzen, Pfeffer, Chili, Kräutern, Senf und hochwertigen Ölen haben. Frische Zitrone passt fast immer zu gegrilltem Fleisch, Fisch oder Gemüse und verleiht sommerliche Frische. Ein Tipp von Grillprofis: Marinieren Sie das Grillgut mindestens eine Stunde vor dem Grillen, damit die Aromen tief einziehen können.



