Studie: 90-119 Minuten Krafttraining pro Woche senken Sterberisiko
Krafttraining: Optimal sind 90-119 Minuten pro Woche

Laut Studie: So viel Krafttraining senkt das Sterberisiko am stärksten

Regelmäßiges Krafttraining bringt bereits mit geringem Zeitaufwand gesundheitliche Vorteile. Eine Langzeitstudie der Harvard-Universität zeigt: Den größten Nutzen erzielen Menschen mit etwa 90 bis 119 Minuten Krafttraining pro Woche. Wer noch mehr trainiert, profitiert nicht zusätzlich.

So wurde die Studie durchgeführt

Die Forscher werteten Daten von 147.374 Männern und Frauen aus drei großen US-Langzeitstudien aus. Die Teilnehmer wurden bis zu 30 Jahre lang begleitet. Alle zwei Jahre machten sie Angaben zu ihrem Kraft- und Ausdauertraining. Insgesamt wurden während der Beobachtungszeit 35.798 Todesfälle erfasst.

90 bis 119 Minuten Krafttraining

Die Auswertung ergab einen klaren Zusammenhang zwischen regelmäßigem Krafttraining und einem geringeren Risiko, vorzeitig zu sterben. Teilnehmer mit 90 bis 119 Minuten Krafttraining pro Woche hatten ein um 13 Prozent geringeres Sterberisiko im Vergleich zu Menschen ohne Krafttraining. Auch bei einzelnen Todesursachen zeigten sich Vorteile: Das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, lag um 19 Prozent niedriger, bei neurologischen Erkrankungen sogar um 27 Prozent. Allerdings nahmen die positiven Effekte ab etwa 120 Minuten nicht weiter zu – die Forscher beobachteten ein Plateau.

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Am besten Kraft- und Ausdauertraining kombinieren

Die besten Ergebnisse erzielten Teilnehmer, die Kraft- und Ausdauertraining kombinierten. Wer viel Ausdauersport trieb und zusätzlich 60 bis 119 Minuten Krafttraining pro Woche absolvierte, hatte ein um bis zu 45 Prozent niedrigeres Sterberisiko als Menschen ohne Krafttraining und mit wenig Ausdaueraktivität. Die Forscher betonen, dass Krafttraining Ausdauertraining ergänzt, aber nicht ersetzt.

Die Studie zählt zu den größten Untersuchungen zu Krafttraining und Sterblichkeit. Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, die Zusammenhänge, aber keine Ursache-Wirkungs-Beziehungen belegen kann. Zudem beruhten die Trainingsangaben auf Selbstauskünften.

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