Hundetrainerin: Merken Hunde, dass man schwanger ist?
Hundetrainerin: Merken Hunde eine Schwangerschaft?

Vielleicht kommt das jemandem bekannt vor: Plötzlich klebt der Hund förmlich an seiner schwangeren Halterin, sucht ständig ihre Nähe und legt immer wieder den Kopf in ihren Schoß. Für viele werdende Mütter wirkt das wie ein Zufall. Doch tatsächlich bemerken manche Vierbeiner eine Schwangerschaft schon sehr früh. Warum das so ist und welche Signale Hunde senden, erklärt Hundetrainerin Katharina Marioth.

Hunde spüren Veränderungen früh

„Viele Hunde zeigen Auffälligkeiten, bevor eine Frau weiß, dass sie schwanger ist“, erklärt Katharina Marioth im Gespräch mit PETBOOK. Der Grund ist vor allem der veränderte Hormonhaushalt. Hunde nehmen feinste Unterschiede im Geruch wahr und reagieren darauf. Mit der Entwicklung des Embryos entsteht außerdem ein zusätzlicher Herzschlag. Für sensible Hunde kann auch das wahrnehmbar sein. Ob ein Hund eine Schwangerschaft besonders früh erkennt, hängt von seinen individuellen Fähigkeiten ab. Vor allem Hunde mit einer sehr ausgeprägten Nase können Veränderungen oft schneller wahrnehmen. Kurzschnäuzige Rassen reagieren dagegen mitunter später.

Vom Kuschelhund bis zum Beschützer

Manche Hunde werden während der Schwangerschaft auffallend anhänglich. Sie suchen verstärkt die Nähe ihrer Halterin und möchten möglichst viel Kontakt haben. „Es gibt Hunde, die kommen auf einmal an und legen den Kopf in den Schoß – genau so, wie man es sich im Bilderbuch vorstellt“, sagt Marioth.

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Andere Tiere reagieren dagegen verunsichert. Sie wirken nervöser oder unruhiger, weil sie die Veränderungen nicht einordnen können. Besonders sensible Rassen zeigen laut der Expertin häufig stärkere Reaktionen auf hormonelle Veränderungen.

Auch andere Verhaltensweisen können auftreten. Manche Hündinnen beginnen mit dem Nestbau. Rüden entwickeln teilweise einen stärkeren Beschützerinstinkt und begegnen Fremden skeptischer. Nach einer gewissen Gewöhnungsphase normalisiert sich ein solches Verhalten meist von allein.

Wann Halter aufmerksam werden sollten

Nicht jede Verhaltensänderung ist automatisch ein Problem. Allerdings sollte man aufmerksam bleiben. Besonders, wenn ein Hund beginnt, den Partner auf Abstand zu halten, zeigt starkes Schutzverhalten oder wird aggressiv, sollte gehandelt werden.

Gleichzeitig kann die Schwangerschaft eine gute Gelegenheit sein, den Hund behutsam auf die Zeit mit dem Baby vorzubereiten. Oft reichen gezielte Anpassungen im Alltag aus. Wichtig sei, auf sich selbst und den Hund gleichermaßen zu achten.

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