Die italienische Lufthansa-Tochter Ita Airways führt ab dem kommenden Montag einen neuen Service ein: Große Hunde mit einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm dürfen dann in der Kabine mitreisen – ohne Transportbox. Das gab die Fluggesellschaft mit Sitz in Rom bekannt. Der Service trägt den Namen „Large Dog On Board“ und ist ab sofort buchbar.
Konditionen und Einschränkungen
Der Service gilt zunächst nur auf ausgewählten Inlandsflügen. Pro Flug können maximal zwei größere Hunde mitreisen: ein Tier bis 30 Kilogramm in der Business-Class und ein weiteres bis 15 Kilogramm in der Economy-Class. Die Mitnahme ist kostenpflichtig und muss mindestens vier Tage vor Abflug über das Kundenservicezentrum reserviert und bezahlt werden.
Die italienische Luftfahrtbehörde Enac hat die Richtlinien genehmigt. Demnach müssen die Hunde einen Maulkorb tragen und angeleint sein. Ihnen wird ein Fensterplatz zugewiesen, wo sie auf einem besonders saugfähigen Teppich auf dem Boden Platz nehmen. Der Besitzer sitzt daneben.
Hintergrund und Kundenwünsche
Bislang mussten größere Hunde bei Flugreisen in der Regel in einer Transportbox im Frachtraum untergebracht werden. Ita Airways begründet die Neuerung mit dem Wunsch vieler Passagiere. Der deutsche Geschäftsführer Joerg Eberhart sagte: „Wir haben auf die Wünsche unserer Kunden gehört und ermöglichen ihnen nun das Reisen mit ihren vierbeinigen Begleitern, ohne dass Mensch und Tier getrennt werden müssen.“
Bereits im Februar hatte Ita das Vorhaben angekündigt und einen Testflug von Mailand nach Rom durchgeführt, bei dem zwei Hunde größerer Rassen ohne Box in der Kabine reisten. Das grüne Licht der italienischen Luftfahrtbehörde Enac machte den neuen Service möglich.
Ausbaupläne und Rücksicht auf andere Passagiere
Ita plant, den Service nach der ersten Phase schrittweise auf weitere Inlandsflüge und künftig auch auf internationale Flüge auszuweiten. Die Airline erklärte zudem, dass andere Passagiere den Sitzplatz wechseln dürfen, wenn sie Angst vor Hunden oder eine Allergie haben.
Die Lufthansa ist seit vergangenem Jahr mit 41 Prozent an der ehemaligen Alitalia beteiligt und strebt eine Mehrheitsübernahme an. Allerdings erklärte der Mutterkonzern bereits Anfang des Jahres, dass es bei der Lufthansa selbst keine Pläne für einen vergleichbaren Service gebe.



